Rentenarten: So wird die Höhe der Leistungen festgelegt

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Der Rentenartfaktor variiert je nach Rentenart. Per Definition ist der Faktor nötig, um die Höhe der verschiedenen Rentenarten zu berechnen. (Foto: oneinchpunch / Shutterstock.com)

Neben der Altersrente gibt es noch viele weitere Rentenarten, die unter gewissen Umständen bezogen werden können. Witwenrenten, Waisenrenten und Erwerbsminderungsrenten sind Rentenzahlungen, die Betroffene beantragen können und die zur Sicherung des Lebensstandards beitragen.

Mithilfe des Rentenartfaktors kann die Höhe verschiedener Rentenleistungen bestimmt werden. Je nach Sicherungsziel der Rentenart variiert auch der Rentenartfaktor, der mit den persönlichen Entgeltpunkten verrechnet wird.

Rentenartfaktor: Definition und Erläuterung

Der Rentenartfaktor ist ein Teil der Formel, mit dem die Rente berechnet wird. Er bewirkt, dass eine Rente als Lohnersatzfunktion, also eine Erwerbsminderungsrente oder Altersrente, höher ausfällt als Renten, die nur die Funktion eines monatlichen Zuschusses haben.

Für die Altersrente und die Rente wegen voller Erwerbsunfähigkeit oder voller Erwerbsminderung beträgt der Rentenartfaktor daher 1,0 und somit den höchsten Wert. Auf diese Weise erfolgen keine Abzüge des Rentenanspruchs. Andere Rentenarten werden anhand dieses 100-prozentigen Anspruchs gemessen und ihr Faktor bestimmt die Höhe des Anteils. Der Rentenartfaktor liegt zwischen 0,1 und 1,0 und variiert je nach Art der Rente.

Für die einzelnen Rentenarten sieht der Rentenartfaktor folgendermaßen aus

  • Rentenartfaktor bei Altersrente 1,0
  • Rentenartfaktor bei teilweiser Erwerbsminderung 0,5
  • Rentenartfaktor bei Berufsunfähigkeit
  • Rentenartfaktor bei kleiner Witwenrente für drei Monate 1,0, anschließend 0,25
  • Rentenartfaktor bei großer Witwenrente für drei Monate 1,0, anschließend 0,55
  • Rentenartfaktor bei Halbwaisenrente 0,1
  • Rentenartfaktor bei Vollwaisenrente 0,2
  • Rentenartfaktor bei Erziehungsrente 1,0
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Der Rentenartfaktor wird mit der Summe der Entgeltpunkte, dem Zugangsfaktor und dem aktuellen Rentenwert verrechnet und bestimmt den monatlichen Wert der Rente. Ausgangswert ist immer 1,0, der Faktor für die normale Altersrente von dem aus dann Abstufungen bei den verschiedenen anderen Rentenarten erfolgen.

Für knappschaftliche Rentenversicherte gelten andere Rentenartfaktoren

Für Versicherte in der knappschaftlichen Rentenversicherung (Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, dort sind Mitarbeiter der Deutschen Bahn, der Hochseeschifffahrt und des Bergbaus rentenversichert) gelten deutlich höhere Rentenartfaktoren, da ihre Beitragsleistungen höher sind. Der niedrigste Wert in der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt 0,1333 für die Halbwaisenrente und der höchste 1,3333 für die Altersrente.

Den eigenen Rentenanspruch kennen

Wer in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt, erhält ab dem 27. Lebensjahr und wenn er mindestens fünf Jahre gearbeitet und eingezahlt hat seinen ersten Rentenbescheid. Dort sind die Ansprüche für eine Altersrente zum aktuellen Zeitpunkt aufgeschlüsselt.

Zum 43. Lebensjahr gibt es wieder Post von der Rentenversicherung und ab dem 55. Lebensjahr erhält man dann alle drei Jahre einen Brief mit dem Versicherungsverlauf. Wer schon früher einen Blick in seine Ansprüche werfen möchte, kann sich jederzeit von der deutschen Rentenversicherung einen Versicherungsverlauf zuschicken lassen.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.