Roboter für den Alltag: Das sind die Trends von der CES

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Die CES zeigt Roboter, die den Alltag im Büro, im Haushalt, in der Werkstatt oder auf Reisen erleichtern sollen – auch mit Emotionen. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wer als Anleger auf Zukunftstrends achtet, für den ist die CES in Las Vegas ein Muss. Auf der größten Fachmesse für Konsumenten-Elektronik wird die Welt von morgen gezeigt. Neben Klassikern wie Fernsehern und Laptops geht es mehr und mehr um vernetzte Geräte und den digitalen Einsatz im Alltag. Von den über 3.900 Ausstellern stammen viele aus dem Bereich Robotik.

CES: Roboter helfen und unterhalten

Entsprechend faszinieren auf der CES Roboter, die den Alltag im Büro, im Haushalt, in der Werkstatt oder auf Reisen erleichtern sollen. Die Idee: Die künstliche Intelligenz übernimmt Aufgaben und denkt mit. Nicht alles ist wirklich sinnvoll und klappt reibungslos, doch insgesamt zeigt sich auf der CES, wozu Roboter in der Lage sind.

Zu den Klassikern außerhalb der Industriefertigung gehört der US-Hersteller iRobot. Bekannt sind seine Roboter, die der Polizei oder dem Militär bei heiklen Einsätzen helfen, im Privathaushalt selbständig den Boden saugen oder gar mit trockenen Tüchern waschen – die Helfer von iRobot werden den Alltag verändern. Gerade im zivilen Bereich stehen ungeahnte Potenziale und Einsatzmöglichkeiten offen, etwa in Hotels oder Restaurants.

Vielfältige einsetzbar sind auch die Helfer von Honda. Da wäre zunächst ein Kommunikationsroboter mit Emotionen. Er sieht aus wie ein Ballon und soll beim Einkauf helfen, die passenden Produkte zu finden oder bei Wartezeiten für Unterhaltung sorgen bzw. für Gesellschaft in einsamen Stunden. Die verschiedenen Emotionsstufen lassen sich auf einem Display ablesen.

Robo-Hund als Tierersatz

Darüber hinaus gibt es einen Rollstuhl mit künstlicher Intelligenz oder einen autonomen Lastesel, der Pakete, Lebensmittel und anderes schleppt. Gleichzeitig kann er als mobiler Verkaufsstand dienen. Auch hier sind Emotionen dargestellt. Quasi als Vorstufe zum Roboterauto zeigt Honda auch einen Robo-Quad, der etwa Landwirten die Arbeit abnimmt und auch Anhänger ziehen kann.

Sony wiederum präsentiert Roboter-Hunde wie Aibo, der als Ersatz für echte Haustiere dient. Eine schlaue Software lässt ihn Umweltgegenstände erkennen. Sie wird übrigens auch in autonomen Fahrzeugen eingesetzt.

Der Alltagshelfer von LG heißt Cloi, ein Roboter, der als Kellner, Kofferträger oder Einkaufswagen dient. Er lässt sich demnächst auch über Sprachbefehle steuern und könnte in Hotels, Restaurants, Geschäften sowie in Krankenhäusern oder im Umfeld von Flughäfen eingesetzt werden. Allerdings zeigte sich während einer Vorführung auf der CES der Roboter in schlechter Laune und versagte den Dienst.

Ungeahntes Effizienzpotenzial

Dennoch, kleinere Anlaufpannen gibt es in vielen Bereichen. Es geht vor allem die Potenziale und wohin die Reise geht. So auch ein intelligentes Lautsprecherkonzept von Samsung, das sich automatisch an den Aufenthalt des Hörers im Raum anpasst: Musik ist nur da zu hören, wo man sich gerade befindet. Nebenstehende Personen bekommen nichts davon mit, so wie bei einem Kopfhörer. Die Klangqualität lässt noch zu wünschen, ein reibungsloses Klangerlebnis ist aber nur noch eine Frage der Zeit.

Abgesehen von Privatanwendungen auf der CES, bieten Roboter insgesamt ein ungeahntes Effizienzpotenzial und damit Chancen für Anleger. Wer im Robotik-Trend etwas breiter in die Branche investieren will, kann zum Beispiel auf den ETF iShares Automation & Robotics zurückgreifen, der die Entwicklung der weltweit wichtigsten Unternehmen nachvollzieht. Seit seiner Auflage im August 2016 konnte das Produkt bis kürzlich um gut 55 % zulegen.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.