Schutz vor der Schuldenfalle: So tappen Sie nicht hinein

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, dass sich in Deutschland v. a. auch die Privat-Haushalte der Mittelschicht immer mehr überschulden. Doch […] (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, dass sich in Deutschland v. a. auch die Privat-Haushalte der Mittelschicht immer mehr überschulden.

Doch wir wollen Ihnen auch veranschaulichen, was Sie selbst tun können, um gar nicht erst in die Überschuldungs-Falle hineinzugeraten.

Nachfolgend unsere Präventions- und Praxis-Tipps dazu:

Prävention: Das müssen Sie tun, um nicht in die Überschuldungs-Falle zu tappen

Zunächst einmal sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Wie gehen Sie eigentlich selbst mit Geld um?

Sitzt es locker, geben Sie also verhältnismäßig viel aus – oder überlegen Sie sich einen Kauf stets 2x? Legen Sie lieber etwas zurück?

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Ebenso sollten Sie sich der aggressiven Werbung und der Lock-Angebote bewusst werden, die täglich auf Sie hinabrieseln.

Überlegen Sie sich, welche Produkte Sie auch wirklich brauchen – und v. a., für welche es sich überhaupt lohnt das Konto zu überziehen bzw. einen Kredit aufzunehmen!

Praktische Tipps gegen Überschuldungs-Gefahren

  • Nehmen Sie nie einen neuen Kredit auf, um den alten zu tilgen! Denn die Zinslast wird so immer erdrückender für Sie – und der Schuldenberg immer größer…
  • Überziehen Sie Ihr Konto nicht! So entgehen Sie wachsender Verschuldung und horrenden Überziehungs(Soll-)zinsen bis zu 14%.
  • Schuldenfalle Kreditkarte: Verzichten Sie darauf, mit Ihrer Plastikkarte zu bezahlen! Überziehen Sie Ihren Rahmen, müssen Sie mit bis zu 19% Zinsen rechnen.
  • À propos bar zahlen: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sie auch weniger ausgeben, wenn Sie cash zahlen. – Warum? Ganz einfach: Wenn Sie das Geld sprichwörtlich mit den Händen greifen, wird Ihnen erst bewusst, wie viel Sie eigentlich ausgeben. Auch deshalb sollten Sie nicht zur Kredit- oder EC-Karte greifen. Selbst wenn ein bargeldloser Kauf einfacher erscheint, verleitet er doch zu überflüssigen Ausgaben.
  • Machen Sie sich eine Einkaufsliste, um unnötige Spontankäufe von vornherein auszuschließen!
  • Tragen Sie Ihre Ausgaben in einem Haushaltsbuch ein, um den Überblick zu behalten und zu wissen, für was Sie eigentlich Ihr Geld ausgeben! Denken Sie immer daran: Die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht (dauerhaft) übersteigen!
  • Nutzen Sie Preisvergleiche, um herauszufinden, ob Sie eventuell zu viel für Strom, Gas, Versicherung oder Telefon und Internet bezahlen! So können Sie im Jahr mehrere 100 € sparen.
  • Schon am Monats-Anfang sollten Sie alle Fixkosten (z. B. Miete, Versicherungen, Telefon, etc.) überweisen. So sehen Sie am besten, welche Restsumme Ihnen für die nächsten 4 Wochen noch bleibt.
  • Ignorieren Sie keine Rechnung! Bezahlen Sie diese sofort, um nicht nur Ihre Ausstände im Griff zu haben, sondern auch, um teure Mahngebühren zu vermeiden!
  • Ebenfalls sollten Sie angesichts von wachsenden Schulden Ihren Kopf nicht in den Sand stecken – ganz im Gegenteil: Notieren Sie sich, wem Sie wie viel schulden und wann Sie diese Schulden voraussichtlich begleichen können!
  • Versuchen Sie einzusparen: Hinterfragen Sie, welche Ausgaben tatsächlich sein müssen und welche nicht!
  • Zu guter Letzt: Wenn sie keinen Ausweg mehr aus der Schuldenfalle finden, dann sollten sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Suchen Sie also nicht erst einen Schuldner-Berater auf, wenn Ihr Konto gepfändet ist und der Gerichtsvollzieher bereits vor der Tür steht. Die Adresse Ihrer nächsten Schuldner-Beratungsstelle finden Sie beispielsweise hier: http://www.forum-schuldnerberatung.de/
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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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