Schwachstellen der gesetzlichen Rente

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Immer mehr Reiche investieren ihr Geld in der Gesetzlichen Rentenversicherung. Doch dabei gibt es Schwachstellen. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Nach Regierungsangaben investieren immer mehr Reiche ihr Geld in der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Von den über 280.000 freiwillig Versicherten würden heute mit über 5.000 reichen Leuten dreimal mehr Versicherte freiwillig den Höchstbetrag einzahlen als noch im Jahr 2010.

Hintergrund ist, dass seit dem Jahr 2010 auch nicht rentenversicherungspflichtige Personen wie Beamte oder gut verdienende Selbstständige ohne Wartezeit freiwillig Beiträge in die Rentenkasse einzahlen können.

Immer mehr Reiche investieren in die Gesetzliche Rente

Wegen der Niedrigzinsen versprechen sich diese durch die dann im Alter hohen Rentenauszahlungen eine gute Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Doch ich sehe das als gefährliche Milchmädchenrechnung an.

Die Rentenkasse in Deutschland ist schon jetzt chronisch unterfinanziert.

Zudem wurde sie in der Vergangenheit schon häufig für sachfremde Aufgaben nach Belieben der Politiker geplündert.

So wurde beispielsweise die deutsche Wiedervereinigung zu nicht unwesentlichen Teilen zulasten der Rentenversicherung finanziert, obwohl dies eine ausschließlich gesamtgesellschaftliche Aufgabe war.

Rentenkassen sind chronisch unterfinanziert

Folglich hätten dafür ausschließlich Steuermittel aufgewendet werden dürfen.

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Und auch die Mütterrente, müsste eigentlich aus Steuermitteln finanziert werden und nicht ausschließlich auf Kosten der Beitragszahler in der Rentenversicherung gehen.

Aufgrund der katastrophalen demografischen Entwicklung in Deutschland, mit der niedrigsten Geburtenrate der ganzen Welt, wird es zwangsläufig zu sinkenden Rentenleistungen kommen.

Schon heute muss der Staat die Rentenkasse mit über 91 Milliarden Euro subventionieren. Bereits im Jahr 2021 soll nach Expertenaussage die 100-Milliarden-Grenze überschritten werden.

Es ist also fatal, die heutigen Rentenzahlungen in die Zukunft zu extrapolieren und sich damit eine hohe Rente ausrechnen zu wollen.

Das Rentenniveau wird immer weiter sinken

Es bleibt ganz im Belieben der Politik, wie viel Rente ausgezahlt und wie hoch diese besteuert oder auf anderes Einkommen beziehungsweise Vermögen angerechnet wird, oder ob es gleich zu einer niedrig angesetzten Einheitsrente kommt, egal welche Beiträge eingezahlt wurden.

Deshalb rate ich Ihnen dringend davon ab, auf die Gesetzliche Rentenversicherung zu vertrauen oder dort noch freiwillig Geld einzuzahlen – Geld, auf das Sie dann keinen Einfluss mehr haben.

Die einzig wirkliche und sichere Altersvorsorge ist die, welche Sie jederzeit unter Ihrer Kontrolle haben und bei der Sie nicht auf einen unzuverlässigen Dritten sowie dessen Wohlwollen angewiesen sind.

Deshalb ist es für Sie deutlich besser, Ihr Geld mit Aktien oder Fonds abzusichern, statt in eine demografisch beeinflusste, von der Politik vollkommen abhängige Versicherungsform zu investieren.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.