„Service-Entgelte“ – So können Sie der Abzocke entgehen

Es führt kein Weg daran vorbei:

Zukünftig müssen Sie sich von einem kostenlosen Girokonto verabschieden und sich auch noch mit hohen Gebühren bei sämtlichen Bank-Dienstleistungen einstellen.

Das gab sogar der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) zu. Wir Ihnen hier bereits aufgezeigt, wie die Finanz-Institute Sie abzocken.

Außerdem wird es künftig wohl nicht nur für Firmen-Kunden, sondern auch für Privatkunden Negativ-Zinsen auf Bankguthaben geben.

Abzocke mit Währungs-Umrechnung

Selbst Besucher aus Nicht-Euro-Ländern werden zusätzlich mit Kosten belastet, wenn sie an einem Geldautomaten Cash abheben wollen.

Sie wissen inzwischen: Verschiedene Automaten-Betreiber bieten an, den gewünschten Euro-Betrag direkt in ihrer Heimat-Währung abzurechnen.

Dabei wird ein fester Wechselkurs zugesichert.

Doch der von den Automaten-Betreibern angebotene Umrechnungskurs ist zumeist sehr ungünstig  ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Vielen Besuchern kommt eine solch dynamische Währungs-Umrechnung teuer zu stehen. Unser Tipp: Verzichten Sie stets auf eine solche Umrechnung am Automaten.

Beachten Sie dabei, dass es aber auch umgekehrt zu einer Abzocke kommen kann:

Wenn Sie in ein Nicht-Euro-Land reisen und dort Geld abheben, können Sie durch die Sofort-Umrechnung bis zu 12% verlieren.

Am besten also: Finger weg davon!

So können Sie der Geldautomaten-Abzocke entgehen

  • Heben Sie nur Geld bei Automaten des Geldautomaten-Verbundes Ihrer Bank ab, um hohe Gebühren zu vermeiden. Fragen Sie Ihren Bankberater danach.
  • Viele Finanz-Institute bieten Ihren Kunden zur (kostenlosen) Geldautomaten-Suche eine App fürs Smartphone ab. Informieren Sie sich.
  • Lassen Sie sich dennoch Cash an Geldautomaten auszahlen, die nicht zum Verbund Ihrer Bank gehören, achten Sie darauf, dass diese spätestens vor der Bestätigung das Entgelt anzeigen. So können Sie den Vorgang noch abbrechen.
  • Vermeiden Sie mehrfach kleine Summen abzuheben, um die Gebühr so gering wie möglich zu halten.
  • Fällt für das Abheben mit Ihrer Girocard ein Entgelt an, versuchen Sie es mit Ihrer Kreditkarte  vorausgesetzt, das ist kostenlos möglich.

So tricksen Sie die Raffgier-Banken aus

Tricksen Sie die teuren Banken aus und zwar so:

Mit dem sogenannten Cashback-Verfahren können Sie bei Einkäufen ab 20 € mit Ihrer Girocard bis zu 200 € kostenlos von Ihrem Konto abheben also ohne teure Gebühren.

Das geht z. B. bei:

  • Rewe,
  • Penny,
  • Netto,
  • Toom,
  • Galeria Kaufhof
  • oder bei einigen Edeka-Märkten.

Im Ernstfall wechseln Sie die Bank

Noch sind nicht alle Gebühren flächendeckend eingeführt. Aber das wird kommen, davon können Sie ausgehen. Wie lange es jedoch dauert, steht noch in den Sternen.

Sind Sie jedoch mit Ihrer aktuellen Hausbank nicht zufrieden, dann vergleichen Sie deren Angebote, Dienstleistungen, Gebühren und Preise mit anderen.

Notfalls wechseln Sie, bevor alles vereinheitlicht wird. Das geht einfacher als zuvor. Denn seit Mitte September 2016 ist eine Neuregelung des Zahlungskonten-Gesetzes in Kraft.

Mit dieser wurde eine EU-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt, das den Konto-Wechsel deutlich erleichtert.

Sie haben jetzt einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass die bisherigen und künftigen Zahlungs-Dienstleister Sie beim Konto-Wechsel unterstützen.

Ein solcher Wechsel-Service beinhaltet z. B. einen unkomplizierten Umzug mit Dauer-Aufträgen und Lastschrift-Mandaten von der alten zur neuen Bank.

Nutzen Sie das aus, solange es noch geht!

28. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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