Silber – was Anleger wissen sollten

Silber Mine Arbeiter – shutterstock_87973216 Joe Belanger

Silber ist bei Anlegern nach wie vor begehrt – auch wenn Kurseinbrüche die Gewinnaussichten zunichtemachen können. (Foto: Joe Belanger / Shutterstock.com)

Silber gilt nach Gold als begehrtes Anlageobjekt bei Edelmetallen. Ein Vorteil von Silber liegt in seiner Verwendung als Edel- und auch als Industriemetall.

Silber ist demnach vielseitig einsetzbar und verspricht eine sichere Anlagemöglichkeit zu sein. Doch der Silberpreis ist nicht immer stabil. Teils erhebliche Kursschwankungen müssen in Kauf genommen werden.

Silber als Absicherung kaufen

In Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise meinen Anleger, sich mit Investitionen in Gold und Co. vor der drohenden Geldentwertung schützen zu können.

Unter anderem die lockere Geldpolitik mancher Notenbanken steigert die Inflationssorgen vieler Anleger. Edelmetalle wie Silber wirken dadurch noch attraktiver.

Silber ist zudem auch ein begehrter Werkstoff. Ob nun für Solarzellen, Haushaltsgeräte oder in der Elektroindustrie – Silber ist auch ein vielfältig einsetzbarer Industrierohstoff.

Anlageformen in Silber

Anleger haben verschiedene Möglichkeiten der Investition in Silber. Es kann zum Beispiel physisch in Münz- und Barrenform oder auch in Form von Schmuck gekauft werden.

Wertpapiere sind die Alternative zum physischen Silberkauf. Dies können beispielsweise silberhinterlegte Fonds oder auch Silberzertifikate sein. Auch über Minenaktien kann an der Silberproduktion mitverdient werden.

Der Erwerb von Silber erfolgt beispielsweise über einer Bank oder spezialisierte Handelshäuser.

Der Preis von Silberbarren weicht jedoch vom offiziellen Silberpreis ab. Grund hierfür sind die Nebenkosten wie die Prägung, der Transport und die Händlergebühren.

Silber Symbolbild Barren_shutterstock_1015164640_VladKK

Silberpreis: Gute Chance für weiteren PreisanstiegDerzeit stellt der Anstieg des Silberpreises viele Anlageklassen in den Schatten. Lesen Sie hier die Gründe, warum der Anstieg noch weitergehen kann. › mehr lesen

Silber ist nicht mit Gold verwechseln

Edelmetall ist jedoch nicht gleich Edelmetall. Dies sollten Anleger bei einer Kapitalanlage in diese Rohstoffe bedenken.

Während Silber stark an die konjunkturelle Entwicklung gekoppelt ist, besteht dieser Zusammenhang bei Gold nicht.

Privatanleger sollten sich bei einer Investition in Silber demnach nicht nur mit dem Silberpreis auseinander setzen, sondern auch die wirtschaftliche Lage im Auge behalten.

Wichtiger Industriewerkstoff

Denn Silber ist nicht nur ein begehrtes Edelmetall sondern auch ein wichtiger Industrierohstoff. Etwa die Hälfte der Silbernachfrage stammt aus der Industrie.

Steigt also die Nachfrage der Industrieunternehmen nach Silber, ist auch der Silberpreis stabiler. Schwächelt die Wirtschaft, kann auch der Silberpreis zurückgehen.

Kurseinbrüche und Schwankungen

Auch vermeintlich sichere Häfen wie Gold oder Silber sind nicht vor großen Schwankungen oder Kurseinbrüchen geschützt.

Mitte April 2013 kam es zu einem unerwartet heftigen Ausverkauf bei Edelmetallen.

Solche Einbrüche kommen für Anleger zumeist unerwartet, lassen aber nicht unbedingt darauf schließen, dass das Preisniveau für Edelmetalle dauerhaft niedrig ausfällt.

Oft werden solche Kurseinbrüche auch als notwendige Korrektur gesehen, um die Höhenflüge der Edelmetallpreise zu berichtigen.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.