So investieren Privatanleger unkompliziert in Rohstoffe

Wer in nur einen Rohstoff investieren möchte, kann ein ETC kaufen. ETCs bieten ähnliche Vorteile wie ETFs und sind an der Börse handelbar. (Foto: Imilian / Shutterstock.com)

ETCs oder Exchange Traded Commodities bilden den Kassapreis oder dem Futures-Preis eines Edelmetalls (Gold, Silber, Platin, Palladium), von Öl, Erdgas oder von Agrarrohstoffen ab.

Damit haben diese Finanzprodukte große Ähnlichkeit mit ETFs. Allerdings können Anleger in Deutschland mit einem Rohstoff-ETF nicht auf einen einzigen Rohstoff sondern nur breiter gestreut (diversifiziert) investieren.

ETFs müssen nach einer UCITS-Richtlinie ein Mindestmaß an Diversifizierung gewährleisten und darüber hinaus auch keine physischen Rohstoffe handeln. Daher ist es in der EU aus rechtlichen Gründen nicht möglich z.B. einen Gold-ETF heraus zu geben.

ETC Edelmetalle – der Unterschied zum ETF

Der entscheidende Unterschied zwischen ETC und ETF: Das von Anlegern in einen ETC investierte Geld ist kein Sondervermögen, das gegen eine Insolvenz des Emittenten abgesichert ist. Dagegen handelt es sich bei einem ETC um eine Schuldverschreibung des Anbieters. Dadurch besitzen Investoren im Vergleich zum ETF bei einem ETC ein so genanntes Emittenten-Risiko.

Wie ETC gegen Risiken gesichert sind

Experten unterscheiden bei der Absicherung von ETCs zwischen

  • physisch hinterlegten
  • vollständig besicherten
  • mit Drittdeckung

Bei den physisch hinterlegten ETCs werden vom Emittenten beispielsweise eines Platin-ETCs Platin-Barren im Safe eines Treuhänders hinterlegt. Auf diese Weise wird das Emittenten-Risiko bei physischen ETCs ausgeschlossen.

Vollständig besicherte ETCs sind wie die physisch hinterlegten ebenfalls mit Sicherheiten ausgestattet, welche normalerweise börsentäglich überprüft werden. Allerdings bestehen hierbei die Sicherheiten nicht aus Barren, Münzen oder ähnlichem sondern aus Kreditsicherheiten z.B. eines Versicherers.

Ebenso gut können auch Wertpapiere mit sehr guter Bonität oder Bareinlagen als Sicherheit dienen.

Eine andere Form der Absicherung von ETCs ist eine solche mit Drittdeckung. Diese ETCs sind jedoch dem Kreditrisiko eines Dritten ausgesetzt und daher nicht ganz so attraktiv. Bei dieser Variante erfolgt zwar auch eine treuhänderische Verwahrung, die Inhaber dieser ETCs sind aber dennoch dem Kreditrisiko des Partners ausgesetzt.

ETCs auf Futures: weitere Gewinne oder Verluste möglich

In aller Regel bilden ETCs auf Agrarrohstoffe, Öl oder Erdgas die Wertentwicklung eines Terminkontraktes (auf Englisch: Future) ab. Weil Terminkontrakte lediglich eine begrenzte Laufzeit aufweisen, muss der Herausgeber eines ETC diese regelmäßig vor Laufzeitende veräußern und einen neuen Terminkontrakt kaufen.

Je nachdem, ob der Terminkontrakt des Anlegers teurer oder günstiger ist als der verkaufte Terminkontrakt, werden Verluste oder Gewinne erzielt. Diese werden auch Rollverluste oder Rollgewinne genannt.

Und es bedeutet, dass Investoren neben der Kursentwicklung des ETCs auch die allgemeine Lage an den Terminmärkten beachten sollten. Rollverluste und Rollgewinne können sich erheblich auf die Kursentwicklung des ETCs auswirken.

Mithilfe eines ETCs haben Privatanleger die Möglichkeit von der Performance eines bestimmten Rohstoffs zu profitieren. Im Wesentlichen unterscheiden sich ETCs von ETFs durch die Form der Absicherung, die das Risiko der Geldanlage ausmacht.


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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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