So werden Statistiken im Sinne der Politik manipuliert

Sie werden getäuscht, jeden Tag – von der Politik und von den Medien.

Ein perfektes Beispiel hierfür ist gewiss die US-Präsidentschaftswahl im November 2016.

Schon im Voraus sahen 99% der Politiker und Medien-Vertreter hüben und drüben des Großen Teichs die demokratische Kandidatin Hillary Clinton als eindeutige Gewinnerin.

Doch wie Sie wissen – und zur Überraschung aller –, kam es ganz anders:

Der Republikaner Donald Trump schlug seine Konkurrentin um Längen und wurde zum 45. US-Präsidenten gewählt.

Doch die Schönfärberei war und ist nicht nur in den politischen Aussagen zu sehen, sondern auch in den Wirtschafts-Daten.

Die Manipulation der US-Arbeitslosen-Statistik

In den Vereinigten Staaten beträgt die offizielle Arbeitslosen-Quote rund 5 % (Stand: November 2016).

Das entspricht etwa 7,9 Mio. Menschen. Allerdings stimmt die Wirklichkeit damit nicht überein.

Sie müssen wissen:

Das Bureau of Labor Statistics (BLS), das für diese Zahlen verantwortlich ist, änderte noch unter Ex-US-Präsident Bill Clinton, dem Gatten der demokratischen Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton, die Parameter der Statistik.

Demnach fallen all jene, die länger als 1 Jahr keinen Job haben, aus der Arbeitslosen-Statistik heraus. Oder anders ausgedrückt: Die Langzeit-Arbeitslosen fehlen darin.

Ebenso werden Behinderte ausgenommen, die nach Ansicht des BLS auf dem Arbeitsmarkt ohnehin keine Chance hätten.

So sieht die Realität aus

In Wahrheit aber liegt die unbereinigte Arbeitslosen-Quote bei sage und schreibe 23%! Verstehen Sie: Die Statistik wurde einfach geschönt.

Dabei wurde auch ausgeblendet, dass unter US-Präsident Barack Obama die Zahl der Arbeitslosen, die aus der offiziellen Statistik fallen, auf rund 15 Mio. gestiegen ist.

Millionen von Amerikanern sind auf Lebensmittel-Marken angewiesen

Noch ein Wort zu den Langzeit-Arbeitslosen in den USA, über die hierzulande nur wenig berichtet wird:

Viele von ihnen haben so wenig zum Leben, dass sie sogenannte food stamps, also Lebensmittel-Marken, beziehen müssen, um über die Runden zu kommen.

Ebenfalls vom hiesigen Mainstream verschwiegen: Unter Obama wuchs das Heer dieser Bedürftigen von 26 auf 43 Mio.

Schuld daran sind schlecht bezahlte Jobs und steigende Verbraucher-Preise.

Die geschönten US-Wirtschafts-Zahlen

Und noch eine weitere Statistik-Manipulation: Offiziell wächst die Wirtschaft in den USA stetig an.

So soll die Summe der Brutto-Wertschöpfung aller Wirtschafts-Bereiche, also das Bruttoinlandsprodukt (BIP), bei 2,9% liegen.

Tatsächlich liegt es bei -2%. Auch hier hat die Obama-Administration kläglich versagt, schrumpfte doch das mittlere Haushalts-Einkommen um ganze 6% auf rund 57.000 Dollar.

Bleiben Sie misstrauisch

Sie sehen also: Glauben Sie nicht, was man Ihnen als Statistik vorsetzt oder was Politiker erzählen und Medien verbreiten – auch hierzulande nicht!

17. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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