SPD Wahlkampfthemen: Das fordern die Sozialdemokraten

Weltkarte Graph – shutterstock_368094584

Bald ist es wieder soweit: Am 22. September findet die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt. Zeit für uns, hier noch einmal die verschiedenen Wahlkampfthemen übersichtlich darzustellen. (Foto: hywards / Shutterstock.com)

Bald ist es wieder soweit: Am 22. September findet die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt.

Natürlich hat auch der dazugehörige Wahlkampf der Parteien längst begonnen. Zeit für uns also, hier noch einmal die verschiedenen Wahlkampfthemen übersichtlich darzustellen.

Feste Mindestlöhne

Oberste Priorität unter den SPD-Wahlkampfthemen besitzt die Einführung verbindlicher Mindestlöhne.

Dabei geht es zunächst um eine Deckelung des Lohndumpings, also immer weiter sinkender Löhne, bei 8,50 Euro pro Stunde. Dieser Mindestlohn soll laut SPD garantiert sein, unabhängig davon in welchem Bereich ein Arbeitnehmer tätig ist.

Im zweiten Schritt soll dann eine Kommission berufen werden, die jedes Jahr über die Anpassung der Lohnuntergrenze berät.

Auf diese Weise möchte die SPD zukünftigen Entwicklungen am Arbeitsmarkt und auch den Veränderungen des Preisniveaus in Deutschland flexibel begegnen.

Steigen die durchschnittlichen Preise für alle Güter und Dienstleistungen, müsse auch der Mindestlohn angehoben werden.

Wohnungsmangel und Mietpreisexplosion als SPD-Wahlkampfthemen

Ein weiterer Themenkomplex, mit dem die SPD Wahlkampf betreibt, ist der Mangel an (Sozial-)Wohnungen in Deutschland.

Besonders in Ballungszentren wie Großstädten und Universitätsstandorten sind die Mieten in den letzten Jahren stark angestiegen.

Mehr zum Thema: CDU Wahlkampfthemen: Das Werben hat begonnen

Besonders einkommensschwache Schichten haben es daher schwer, bezahlbaren Wohnraum in solchen Gebieten zu finden und es kommt zu einer Abwanderung in ländlichere Regionen.

Frau-Lupe-Auge.jpg

Wirtschaftlichkeit und Rentabilität: Der Unterschied erklärtNicht jedes wirtschaftlich gut funktionierende Unternehmen muss rentabel sein. Bei der Potenzialanalyse von Unternehmen sollten Anleger das im Blick behalten › mehr lesen

Die SPD fordert die öffentliche Schaffung von zahleichen Neubauwohnungen, die einer Sozialpreisbindung unterliegen.

Für Bauherren bedeutet dies Bezuschussungen durch staatliche Kredite zu günstigen Konditionen. Der spätere Vermieter ist jedoch an Miet-Obergrenzen gebunden, die er für 10-20 Jahre nicht überschreiten darf.

Aber auch für bereits bestehenden Wohnungsraum möchte die SPD neue Regelungen einführen.

So sollen Mieterhöhungen auf ca. 15% alle 4 Jahre begrenzt werden. Außerdem soll das Preisniveau bei Neuvermietungen um nicht mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

SPD Wahlkampfthemen: Die Regulierung des Finanzmarktes

Für Anleger und andere Wirtschaftsinteressierte besonders interessant sind die Pläne zur verstärkten Regulierung der Finanzmärkte. Grundsätzlich möchte die SPD das Vertrauen in den Markt wieder stärken und dazu mehr Lenkung in die Hände der Bundesregierung geben.

Äußerst risikoreiche Spekulationen, die auch als Zockereien bezeichnet werden, sollen auf diese Weise möglichst vollständig verhindert werden.

Sichere Investitionen könnten mehr Bonuszahlungen erhalten als risikobehaftete. Zeitgleich würde allerdings auch der Steuerfreibetrag für solche Boni gesenkt.

Mehr zum Thema: Wahlprogramm der Grünen: Mit Steuererhöhungen auf Stimmenfang

Zu den wenigen bisher bekannten konkreten Vorhaben gehört die Ausstattung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der Aufsicht über rund 6000 Bankhäuser im europäischen Raum.

Damit wiederum ist die Forderung nach höheren Eigenkapitalquoten eng verknüpft. Banken sollen also mehr sparen und größere Einlagen an Eigenkapital zurücklegen, um nicht so stark auf fremde Gelder angewiesen zu sein.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von David Gerginov. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz