Spekulationssteuer: Immobilien steuerfrei verkaufen

Beim Verkauf einer Immobilie gibt es Vieles, worauf Sie achten sollten. Zum Beispiel die Spekulationsfrist, und auch die Spekulationssteuer! (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Steuern fallen für Privatpersonen in vielen Situationen an. So auch auf jede Form von Gewinnen die aus privaten Veräußerungsgeschäften sowie auf Einkünfte aus Kapitalanlagen wie Wertpapiere erwirtschaftet werden. Unter dem Begriff Spekulationssteuer werden diese beiden Steuerarten zusammengefasst. Jeder Verbraucher ist dazu verpflichtet, Steuern zu bezahlen, wenn das Objekt innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Kauf veräußert wird. Unter Beachtung folgender Aspekte kann das Haus steuerfrei verkauft werden.

Die Spekulationssteuer muss von jedem Verbraucher bezahlt werden, der Einkünfte aus privaten Verkäufen erzielt. Heutzutage wird der Begriff der Spekulationssteuer vor allem als „Einkommensteuer auf Verkaufsgewinn aus privaten Geschäften“ bezeichnet.

Die zu zahlende Steuer ist abhängig von der jeweiligen Besteuerung des Verbrauchers.

Ob die Spekulationssteuer bei Verkäufen von Immobilien gezahlt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern die durchgängig selbstgenutzt wurden, fällt in der Regel keine Besteuerung an. Allerdings gibt es hier Ausnahmen bei denen eine Besteuerung anfällt:

  • Das Grundstück oder die Immobilie wurde nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt.
  • Bei gemischtgenutzten Immobilien wird die Spekulationssteuer anteilig berechnet. (Anteil für eigene Wohnzwecke wird nicht besteuert).
  • Erwerb einer Immobilie im Zusammenhang mit einer Gütertrennung. Nach 10 Jahren Spekulationsfrist wird es steuerfrei.
  • Erwerb einer Immobilie aus dem Betriebsvermögen. Hier gilt ebenfalls eine 10 Jahresfrist.

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Steuern vermeiden durch die 10 Jahresfrist

Der Verkauf einer Immobilie innerhalb einer 10 Jahresfrist, lässt der Staat vermuten, dass es sich um eine Spekulation seitens des Immobilienbesitzers handelt.

Eine Versteuerung der Einnahmen ist die Folge. Der Steuersatz der die eigenen Einnahmen versteuert ist der zugrunde liegende Steuersatz. Dieser kann über 25 % gehen. Um die Steuerlast zu reduzieren, sollte Sie 10 Jahre abwarten oder folgende Tipps befolgen:

  • Selbst bewohnen: zwei Jahre vor und in dem Jahr der Veräußerung sollte der Verkäufer selbst in der Immobilie gewohnt haben.
  • 3 Objekte verkaufen: alles was diese Zahl übersteigt hat zur Folge, dass der Verkäufer als gewerblicher Immobilienhändler eingestuft wird und somit seine Einnahmen versteuern muss.

Kosten senken durch Angabe der Steuerlast

Wenn die Immobilie innerhalb der Frist von 10 Jahren verkauft wird, fällt die Spekulationssteuer an. Wollen Sie diese reduzieren, stehen Ihnen folgende Posten zu Verfügung:

  • Alle Kosten rund um den Kauf oder Verkauf der Immobilie.
  • Gebühren für den Notar
  • Grundgewerbesteuer und Kosten für den Grundbucheintrag
  • Gebühren für den Makler
  • Modernisierungskosten oder Reparaturkosten

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.