Staat und Banken vergrößern die Abzocke

Kurse Laptop – shutterstock_532873330 phongphan

Als ob es nicht schon genügend Einmischungen aus Brüssel gäbe, will nun auch noch der IWF der Bundesregierung vorschreiben, was […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Als ob es nicht schon genügend Einmischungen aus Brüssel gäbe, will nun auch noch der IWF der Bundesregierung vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat.

Das, was sich auf den 1. Blick eigentlich ganz gut anhört, erweist sich bei näherem Hinschauen als brandgefährlich für Ihr Vermögen und Ihr Eigentum.

Doch der Reihe nach:

Impulse für ein inklusives Wachstum

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will, dass es hierzulande eine breitere Teilhabe aller Bürger an den Früchten des Wachstums gibt.

Dabei moniert der IWF die hohe Abgabenlast auf untere Einkommen – und gleichzeitig die vergleichsweise niedrige Belastung von Vermögenden.

Deshalb müsse mehr für ein inklusives Wachstum getan werden. Beispielsweise könnten höhere Lohnsteigerungen dem deutschen Wachstum Impulse geben.

Jubeln Sie nicht zu früh, denn die Zeichen stehen auf Sturm

Vielleicht jubeln Sie jetzt, weil Sie das auch genauso sehen.

Doch wenn wir Ihnen aufzeigen, was der IWF sonst noch fordert, wird Ihnen die gute Stimmung ganz schnell vergehen – garantiert.

Zwangsabgaben auf Vermögen

Der IWF hält mithin auch höhere Abgaben auf Sparguthaben in Deutschland für nötig, kurzum: höhere Steuern auf Ihr Eigentum.

Treue Leser wissen noch, dass wir schon vor langer Zeit genau davor gewarnt haben, denn schon 2014 forderte der IWF eine solche Zwangsabgabe auf Vermögen.

Über den Charme einer Vermögens-Abgabe

Im IWF-Bericht Fiscal Monitor hieß es damals zur Begründung:

“Die deutliche Verschlechterung der öffentlichen Finanzen in vielen Ländern hat das Interesse an einer Zwangsabgabe auf Vermögen (capital levy) geweckt. Dies ist eine einmalige Abgabe als eine außergewöhnliche Maßnahme, um die Nachhaltigkeit der Schulden wiederherzustellen.”

Und weiter:

“Der Charme einer solchen Maßnahme besteht darin, dass eine solche Steuer erhoben werden kann, bevor es zu einer Steuerflucht kommen kann. Dazu muss der Glaube hergestellt werden, dass diese Maßnahme einmalig ist und niemals wiederholt wird. Die Steuer würde die Bürger nicht verstören. Einige würden sie sogar als fair empfinden.”

Der Bürger wird sprichwörtlich für dumm verkauft

Unglaublich, was der IWF-Bericht hier enthüllt: Dem tumben Volk soll so klargemacht werden, dass eine solche Vermögens-Abgabe einmalig wäre.

Das heißt im Umkehrschluss, dass sie das eigentlich ganz und gar nicht ist!

Selbst wenn der Staat dem Bürger dann tief in die Tasche greift, soll Sie das nicht weiter stören, einige würden das als fair empfinden.

Wie bitte?! Auf welchem Planeten leben die IWF-Granden denn eigentlich?

Der Bürger wird getäuscht

Der IWF weiter:

“Eine solche Abgabe würde starke Hürden zu überwinden haben. Doch diese müssen abgewogen werden gegen die Alternativen: Diese wären die Ablehnung der öffentlichen Schulden oder Inflation.”

So läuft das Spiel also – und das ist noch längst nicht alles…

Deutschland Regierung Reichstag – shutterstock_526234636

Konjunkturpaket mit ZukunftspotenzialDie Regierung bringt ein 130-Milliarden-Euro-Paket auf den Weg zur Entlastung von Verbrauchern und Unterstützung der Wirtschaft. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
guido grandt neu
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.