Steuern sparen: Berufliche Ausgaben und Fortbildung

Wenn sich das Jahr einmal wieder dem Ende zuneigt, ist bald auch einmal mehr Zeit für Ihre Steuererklärung – aber nach dem Motto: Schenken Sie dem Finanzamt keinen Cent!

Im 1. und 2. Teil unserer Artikel-Reihe haben wir Ihnen aufgezeigt, wie Sie einen richtigen Kassensturz machen, wie Sie bei Handwerker-Arbeiten und Haushaltshilfen Steuern sparen.

Ebenso bei Wohnungen und Nebenkosten, Gesundheits- und Pflegekosten und beim Unterhalt für Angehörige.

Doch das ist noch längst nicht alles…

So sparen Sie Steuern bei der Arbeit und bei der beruflichen Aus- & Weiterbildung

⇨ Wege zum Arbeitsplatz: Für den einfachen Weg von zu Hause zum Arbeitsplatz können Sie pauschal 30 Cent pro km absetzen. Für bis zu 4.500 km pro Jahr verlangt das Finanzamt keinen Nachweis. Beachten Sie: Urlaubs- und Krankheitstage zählen dabei nicht! Anstelle der Entfernungs-Pauschale können Sie auch die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel angeben.

⇨ Dienstreise: Sind Sie beispielsweise als Handelsreisender oder Handwerker dienstlich unterwegs oder auf Montage, können Sie ebenfalls 30 Cent pro km abrechnen. Allerdings nicht nur für die einfache, sondern für den Hin- und Rückweg. Zusätzlich wird noch eine Verpflegungs-Pauschale erstattet: Bei mehr als 8 Std. Abwesenheit sind das 12 €. Bei einer Übernachtung gibt es 12 € jeweils für den An- und Abreisetag. Ansonsten bei 24 Std. Abwesenheit 24 €.

⇨ Arbeitsmittel: Kaufen Sie sich für Ihre Arbeit z. B. einen Laptop oder ein Smartphone können Sie das als Werbungskosten geltend machen. Ebenso Ausgaben für Fachbücher etc. Überschreitet jedoch der Preis etwa für einen Laptop 487,90 €, müssen Sie das Gerät über 3 Jahre hinweg abschreiben. Frist dafür ist ab Kaufdatum. Bewahren Sie also unbedingt die Rechnung dazu auf. Beachten Sie: Arbeitsmittel müssen jedoch zu 90% beruflich genutzt werden.

⇨ Telefon/PC: Bilden dabei eine Ausnahme. Das Finanzamt erkennt auch 50% an, wenn Sie diese Geräte zu mehr als 10% privat nutzen!

⇨ Arbeitszimmer: Steuerlich absetzen können Sie ein solches nur, wenn es sich dabei um einen abgeschlossenen Raum handelt, der sich eindeutig vom Wohnbereich abtrennt. Er muss über 90% zum Arbeiten genutzt werden. Ist das heimische Zimmer z. B. für Freiberufler jedoch der Arbeits-Mittelpunkt, dürfen Sie die Kosten unbegrenzt angeben. Dazu gehören die anteiligen Miet- und Nebenkosten oder die anteilige Abschreibung bei Eigentum. Ebenso anteilige Stromkosten und Hausratversicherungs-Beiträge.

⇨ Berufliche Aus- und Weiterbildung: Berufsanfänger und Studierende können ihre Studienkosten rückwirkend für 7 Jahre als Verlust angeben. Zahlen Sie einen Studienkredit ab, geben Sie die jährlichen Kreditzinsen- und gebühren als Sonderausgaben an. Ansonsten machen Sie noch die Ausgaben für Arbeitsmittel und die Kosten zu einer Lerngemeinschaft oder Seminar geltend.

15. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Guido Grandt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt