Stille Reserven: Ihre Bedeutung bei der Lebensversicherung

Stille Reserven sichern den Wert einer Police. Bei der Auszahlung werden die Versicherten zu 50% beteiligt. (Foto: Shutter_M / Shutterstock.com)

Lebensversicherungen haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem äußerst beliebten Finanzprodukt entwickelt. Sie sind eine ideale Altersvorsorge, da sie einen einmal zugesagten Zinssatz über sehr lange Zeiträume garantieren müssen.

Damit ist das Grundbedürfnis der Versicherungsnehmer erfüllt – selbst wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse extrem negativ entwickeln, sichert ihnen die Police einen hohen Kapitalwert.

Um diese Sicherheit zu erreichen, sind die Versicherungsgesellschaften durch den Gesetzgeber verpflichtet, ihre Produkte genau zu kalkulieren. Damit sollen die Schwankungen des Kapitalmarktes, die während der langen Laufzeit einer Lebensversicherung auftreten, ausgeglichen werden. Dazu gehören auch stille Reserven der Lebensversicherung.

Lebensversicherung ist nicht gleich Lebensversicherung

Ihren Siegeszug als allgemeine Volksversicherung begann die Lebensversicherung im 19. Jahrhundert. Damals diente sie zur Versorgung der Hinterbliebenen, wenn der Versicherungsnehmer starb. In dieser Form existiert die Lebensversicherung auch heute noch als Risikolebensversicherung.

Seit einigen Jahrzehnte hat sich aber auch die so genannte Kapitallebensversicherung zu einer allgemein verbreiteten Anlageform entwickelt. Auch hier gilt, dass die stillen Reserven der Lebensversicherung zum Erhalt ihres Werts beitragen.

Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung kommen hier die Erträge in der Regel aber dem Versicherungsnehmer selbst zugute.


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Damit ist die Lebensversicherung zu einer optimalen Variante der Altersvorsorge geworden. Ähnlich wie bei einem Rentenmodell werden kontinuierlich Beiträge eingezahlt, die über einen fest definierten Zinssatz zur sicheren Kapitalbildung beitragen.

Selbst die Auszahlung muss nicht als Gesamtbetrag erfolgen, sondern kann – wie eine Rentenzahlung -in Einzelbeträgen vorgesehen werden. Seit 2008 werden die Versicherungsnehmer sogar zu 50% an den stillen Reserven der Lebensversicherung beteiligt.

Stille Reserven: Wie kommen sie zustande?

Stille Reserven Lebensversicherung entstehen, wenn sich der Verkaufswert einer Kapitallebensversicherung über ihren ursprünglichen Anschaffungspreis hinaus entwickelt. Denn Kapitallebensversicherungen sind nicht personengebunden und können als fest verzinsliche Wertpapiere werden.

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Sinkt z.B. das Zinsniveau, erhöht sich automatisch der Wert von Kapitallebensversicherungen, die noch zu Zeiten günstigerer Zinskonditionen abgeschlossen wurden.

Für den Versicherungsnehmer ist dieser gestiegene Marktwert jedoch nicht zu realisieren. Er ist darauf angewiesen, dass er zum Fälligkeitstermin angemessen ausgezahlt wird. Eine vorzeitige Veräußerung der Police bringt in jedem Fall Einbußen.

Die Versicherungsgesellschaften, die mit der Lebensversicherung ein Massengeschäft betreiben, erlangen durch die positive Bewertung ihrer Produkte am Markt jedoch monetäre Vorteile. Bei der Auszahlung müssen sie diese zu 50% an den Versicherungsnehmer weitergeben.

Fazit zu stillen Reserven: Wenn der Gesetzgeber eingreifen muss

Solange sich immer mehr Lebensversicherungen abgeschlossen werden, erhöhen sich die stillen Reserven der Lebensversicherung ständig. Lässt die Nachfrage aber nach, weil die Verzinsung unattraktiv geworden ist, gibt es keinen Zuwachs mehr und das Absicherungspotenzial der Versicherungsgesellschaft schmilzt dahin.

Unterschreitet der Marktwert der Policen ihren Anschaffungswert, wandeln sich die stillen Reserven einer Lebensversicherung in stille Lasten. Reguliert werden kann dieser Prozess durch den Gesetzgeber mit einer veränderten Beteiligung.


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Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.

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