Straddle-Strategie: So funktioniert der Handel

Heiko Böhmer, Chefredakteur des "Privatfinanz-Letter", erklärt die Straddle-Strategie für Optionen. (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Die Kursentwicklung von Optionsscheinen hängt nicht nur von der Bewertung des Basiswerts, also in unserem Fall des DAX, ab. Auch die erwartete Schwankungsstärke,  auch implizite Volatilität genannt, beeinflusst den Optionsschein-Kurs maßgeblich.

Die zugrunde liegende Faustformel lautet: Je niedriger die Volatilität, desto günstiger sind Optionsscheine. Je höher die erwarteten Schwankungen sind, desto teurer bewerten die Emissionsbanken ihre Optionsscheine.

Straddle-Strategie: Optionen mit Bedacht handeln

Setzen Sie nun zeitgleich mit der gleichen Summe einmal auf steigende Kurse und einmal auf fallende Kurse, kann es Ihnen egal sein, ob die Optimisten, (im Börsenjargon: “die Bullen”), oder die Pessimisten (“die Bären”) genannt, die Oberhand behalten.

Ein wichtiges Kriterium muss zusätzlich noch erfüllt sein: Die beiden Scheine müssen identische Ausstattungsmerkmale aufweisen. Dazu gehören der gleiche Basiswert, Basispreis und auch eine identische Laufzeit.

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Straddle-Strategie: Ansatz nur bei schwankenden Kursen

Dieser Ansatz funktioniert allerdings nur bei vermehrten Kursschwankungen. Da der V-Dax, wie bereits geschildert auf einem historisch niedrigen Niveau notiert, ist die Wahrscheinlichkeit einer steigenden Volatilität sehr hoch.

Aber wie bei allen Börsenstrategien gibt es auch hier keine 100%-ige Sicherheit. Denn der Dax kann sich auch weiterhin seitwärts bewegen und die Volatiliät verharrt auf niedrigem Niveau.

Heute sieht es zumindest nicht danach aus. Denn der Dax hat gleich zum Start in das neue Jahr die Marke von 4.300 Punkten überschritten – so hoch stand das wichtigste deutsche Börsenbarometer im gesamten Jahr 2004 nicht.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.