Tappen Sie nicht in die Kreditfalle

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Bei niedrigen Zinsen ist der Drang vieler Mitbürger groß sich immer weiter zu verschulden. Verstärkt wird dieser Effekt auch noch […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Bei niedrigen Zinsen ist der Drang vieler Mitbürger groß sich immer weiter zu verschulden.

Verstärkt wird dieser Effekt auch noch durch die von den Medien immer wieder geschürte Inflations-Angst.

Tatsächlich stieg ja auch zu Jahresbeginn 2017 die Inflation in Deutschland wieder deutlich an.

Sofort tauchten auch schon wieder Warnmeldungen vor einer neuen massiven Inflation auf. Aber im Grunde war das nur ein zeitlich begrenztes Phänomen.

Die Preissteigerung hatte im Jahresvergleich deutlich zugelegt, weil zu Beginn des Jahres 2016 die Energiepreise im Keller waren und sich jetzt wieder deutlich erholt hatten.

Inflations-Angst ist unbegründet

Dennoch treibt die unterschwellig vorhandene Inflations-Angst die deutschen Anleger in sichere Sachgüter wie beispielsweise Immobilien.

Immer wieder ist zu hören, dass Immobilien aktuell besonders erschwinglich sind wegen der niedrigen Zinsen.

Die Käufer bekommen zudem wegen der zu erwartenden Inflation den Kredit mehr oder weniger mit einem Inflations-Abschlag, der die Tilgung deutlich vereinfacht.

Schon im November 2015 warnte ich an dieser Stelle vor einer Fehleinschätzung. Damals schrieb ich:

„Doch diese Logik ist meiner Ansicht nach zu einfach, als dass sie aufgehen könnte.

Die Zinsen sind heute gerade deshalb so niedrig, weil wir kaum eine Inflation haben und auch die Märkte in Wirklichkeit keine befürchten.

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Würde eine Inflation drohen, dann müssten dies die Banken sofort in den Zins als Inflations-Zuschlag einpreisen.

Inflationen gehen deshalb stets mit deutlich steigenden Kreditzinsen einher. Keine Bank ist so naiv und gibt heute billige Kredite, die sie in Zukunft nur noch entwertet zurückerhält.

Die Zinsen sind so niedrig, weil eben keine Inflation droht

Wir haben heute nur deshalb so niedrige Kreditzinsen, weil keine Inflation droht. Ich erwarte daher genau das Gegenteil, nämlich eine Deflation.

Gerade in einem Crash besteht die Gefahr, dass Kredite zurückgefordert werden. Dann fließt immer mehr Geld in den Schuldendienst und fehlt für den Konsum.

Deshalb erzeugt jeder wirkliche Crash eine deflationäre Tendenz.

Das beste Beispiel dafür ist der Crash von 1929 und die darauffolgende Deflation in der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre.“

Soweit meine Einschätzung aus dem November 2015 zu Krediten in der Inflation.

Was also tun?

Bei dieser Ausgangslage steht für mich ganz klar fest: Verzichten Sie deshalb auf Schulden oder zahlen Sie diese so schnell wie möglich zurück!

Noch nie ist jemand bankrottgegangen, weil er keine Schulden gemacht hatte – sehr viele aber wurden durch Schulden völlig ruiniert.

Und Immobilien bieten Ihnen auch nur eine scheinbare Sicherheit – ganz speziell dann nicht, wenn Sie diese Anlageklasse als Investment einsetzen und nicht für die Eigennutzung.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.