Telekom Pensionsfonds: Der deutsche Vorreiter

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Die Telekom startete als erstes deutsches Unternehmen eine betriebliche Altersvorsorge über einen Pensionsfonds - so funktioniert das Modell. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Viele größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern inzwischen die Möglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge über einen Pensionsfonds. Anders als bei Direktversicherung oder Pensionskasse eröffnet dies die Chance einer zusätzlichen Rendite.

Denn Pensionsfonds sind am Markt aktiv, legen ihre Anlagegelder wiederum in Aktien oder Aktienfonds an. Damit ergeben sich oft höhere Gewinnchancen als bei althergebrachten Vorsorgemodellen, die ihre Gelder meist nur in festverzinslichen Anlagen zeichnen.

Die genaue Höhe der Pensionszahlungen bei Eintritt in das Rentenalter ist ungewiss. Sicher ist nur die Rückzahlung der angelegten Beträge – ob mehr dazukommt, hängt davon ab, wie erfolgreich der Fonds seine Gelder angelegt hat. Neben dem Telekom Pensionsfonds nehmen mittlerweile auch weitere Unternehmen mit einem eigenen Pensionsfonds am Marktgeschehen teil, etwa die Bosch AG oder Siemens.

Neben den geschlossenen Varianten, die sich ausschließlich an Mitarbeiter wenden, existieren zudem Modelle wie die Metall-Rente oder der Pensionsfonds für Finanzdienstleister. Diese richten sich nicht nur an ein einzelnes Unternehmen, sondern an eine gesamte Branche.

Telekom Pensionsfonds: So ist er aufgebaut

Der Telekom Pensionsfonds wendet sich ausschließlich an Angestellte des Kommunikationsriesen und wirbt mit hoher Flexibilität und attraktiver Rendite. Der Angestellte verzichtet hierbei auf einen Teil seiner monatlichen Bruttobezüge, die daraufhin in das Depot eingehen.

Aufgrund einer staatlichen Förderung sind die eingehenden Beträge steuer- und sozialversicherungsbefreit. Erst im Ruhestand werden diese bei Auszahlungen erhoben und fallen dann normalerweise geringer aus.

Hierbei kann der Einzahler bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung in den Telekom Pensionsfonds einfließen lassen. Im Jahr 2013 waren dies knapp 2.800 € jährlich. Das Controlling der Kapitalanlage erfolgt beim Telekom Pensionsfonds durch eine externe Vermögensverwaltung und wird durch den Konzern selbst regelmäßig überprüft.

Ab dem 55. Lebensjahr kann dann das Vermögen in eine Rentenversicherung umgeschichtet werden. Hierbei obliegt es dem Einzahler, ob er einen variablen Betrag oder das gesamte Kapital einbringen möchte. Spätestens ab dem 60. Lebensjahr erfolgt diese Umschichtung automatisch und steht dem Beitragszahler dann zur Verfügung.

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Individualisierung des Vorsorgepakets und Kostenfaktoren

Ratsam ist es außerdem nachzufragen, ob das Fondsmodell über eine Rentengarantie verfügt. Besteht eine solche nicht, so kann es bis zum Eintritt ins Rentenalter zu einer Anpassung der Kalkulation kommen. Verfügt es also über keinen fixen Rentenfaktor, so kann bereits eine verlängerte Lebenserwartung die Rentenzahlungen drücken.

Andererseits bedeutet eine Rentengarantie zumeist höhere Kosten und schmälert somit die Rendite. Gleiches gilt für die zahlreichen Zusatzleistungen, die auch der Telekom Fonds Anlegern anbieten – etwa ein Hinterbliebenenschutz oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Für letztere müssen dann Teile der regelmäßigen Beiträge abgeführt werden und der Vermögenszuwachs verringert sich dementsprechend. Auch hier müssen Vorsorger genau abwägen, welche Extras für sie persönlich Sinn machen, um die Kosten im Rahmen zu halten.


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Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.