Trumps Pläne für eine glaubhafte Politik

Besonders die Europäer haben sich auf Putin-Freund Donald Trump eingeschossen.

Denn dieser wagt – neben einer Annäherung an den Erzfeind Russland – noch etwas ganz anderes:

Er plant eine neue Wirtschafts- und Sozial-Politik, die den Amerikanern Steuer-Senkungen und mehr Arbeitsplätze beschert – und damit die Konjunktur ankurbeln und das Wirtschafts-Wachstum steigern soll.

Trumps Pläne & mehr Staatsschulden

Alles schön und gut, könnte man meinen, wenn da nicht die Kritiker hüben und drüben des Großen Teichs wären.

Denn diese wollen weiter globalisieren und nicht „America first“ mit seinem Wirtschafts-Nationalismus.

Natürlich funktioniert auch Trumps „New Deal“ nur mit einer weiteren Staatsverschuldung.

Doch wie Sie inzwischen wissen, hat auch der scheidende Präsident Barack Obama genau dasselbe getan hat, als er das Amt vom George W. Bush übernahm:

mehr Schulden aufnehmen, um mit einem Konjunktur-Paket eine schwere Rezession zu verhindern.

Obama wurde für neue Schulden bejubelt – Trump wird verteufelt

Kurzum: Schulden hat Obama auch gemacht, genau gesagt: 800 Mio. US-Dollar, und Trump hat das ebenfalls vor – mit einem Unterschied: Obama wurde dafür bejubelt, sein Amtsnachfolger kritisiert.

Aber noch einmal: Was ist schlecht daran, die Konjunktur anzukurbeln, die Steuer-Abgaben der Bürger zu senken und neue Jobs zu schaffen?!

Es gilt als unwahrscheinlich, dass der amerikanische Kongress Trumps Investitions-Pläne verhindern wird. Denn selbst führende Demokraten haben bereits signalisiert, grünes Licht dafür zu geben.

Trump macht glaubhafte Politik – die fehlt in Berlin

Trump will also mit aller Macht seine Wahlversprechen umsetzen. Dazu ist zu sagen: Das ist auch gut so.

Politik kann nur glaubhaft sein, wenn Versprechungen auch eingehalten werden. Davon haben wir speziell hierzulande leider in der Vergangenheit viel zu wenig gehabt.

Auch jvor der Bundestagswahl im September 2017 überschlagen sich die Parteien wieder mit Vorschlägen und Vorhaben, die die Bürger entlasten sollen. Davon kann man allerdings kaum etwas glauben.

Unser Motto ist: Messt sie nicht nach Ihrem Gerede, sondern nach ihrem Handeln! Und genau daran sind die meisten Bundes-Politiker in der Vergangenheit gescheitert…

Gravierende Folgen durch Trumps neue Wirtschafts-Politik?

Natürlich gibt es Besserwisser – die schwirren wie die Fliegen um jeden neuen Vorschlag; um jedes neue Konzept.

So unken diese, dass Trumps Pläne die Staatsverschuldung weiter nach oben treiben würden – und das mit gravierenden Folgen…

So wird das begründet: 2016 hätte die Fed (die US-Notenbank) die Zinswende eingeleitet.

Trumps Pläne könnten daran scheitern, dass sich dadurch die Schuldenlast der Bürger vergrößert; viele von ihnen ihre Kredite nicht mehr bezahlen könnten.

Dadurch würde die Wirtschaft einen Schock erleiden und eine neue Krise einleiten. Doch das ist nur die negative Seite der Medaille. Es gibt auch noch eine positive…

18. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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