Umlage der Sperrmüllkosten – Wie Vermieter sparen können

Die Umlage der Sperrmüllkosten auf die Mieter ist möglich. Hierzu unser Experte Dr. Liemen. (Foto: karamysh / Shutterstock.com)

Gerade bei größeren Objekten kann Sperrmüll auf Gemeinschaftsflächen schnell zum leidigen Thema werden. Ist Vermietern nicht bekannt, wer den Müll abgestellt hat, können sie keinen der Mieter zur Beseitigung auffordern.

Die Entsorgung auf eigene Kosten durch spätere Umlage der Sperrmüllkosten auf die Mieter war bisher riskant.

Denn häufig haben Untergerichte eine Umlegung der Sperrmüllkosten auf die Betriebskosten abgelehnt.

BGH erlaubt Umlage der Sperrmüllkosten auf Mieter

Tritt das Sperrmüllproblem öfter auf, erlaubt der BGH jetzt die Umlage der Sperrmüllkosten per Betriebskostenabrechnung.

Dann handelt es sich nämlich nicht um einmalige, sondern um laufend entstehende Kosten.

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Deshalb ist wichtig: Die Kosten müssen nicht jährlich, jedoch hin und wieder in der Abrechnung auftauchen.

Nur bei eindeutigem Müllverursacher ist Umlage der Sperrmüllkosten nicht möglich

Die Mieter können sich nicht damit verteidigen, die Sperrmüllkosten nicht selbst verursacht zu haben.

Vermieter brauchen nicht nach dem tatsächlich Verantwortlichen zu forschen (Az. VIII ZR 137/09).

Nur wenn der Müllverursacher definitiv feststeht, scheidet die Umlage auf alle Mieter aus.


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Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".