Unser Finanz-System widerspricht Naturgesetzen – Megacrash kommt

Wer die Vorgänge in der Wirtschaft nur mit dem Blick des Ökonomen betrachtet, der verhindert einen breit gefächerten Blick auf […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Wer die Vorgänge in der Wirtschaft nur mit dem Blick des Ökonomen betrachtet, der verhindert einen breit gefächerten Blick auf die Vorgänge in unserem Finanz- und Wirtschafts-System.

Fakt ist doch: Die Welt in der wir leben ist wirtschaftlich betrachtet auf einem immer größeren nicht mehr enden wollenden Wachstum basiert.

Die Frage nach den Grenzen des Wachstums wird gar nicht mehr gestellt.

Doch eines ist auch klar: Ein komplexes System wie unsere Finanz- und Wirtschafts-System kann nicht auf endlosem Wachstum basieren.

Ein Blick in die Natur kann nie schaden

Dazu müssen Sie einfach nur einmal in die Natur schauen.

Genau das tue ich regelmäßig, denn als ausgebildeter Chemiker habe ich einen anderen Blick auf die Dinge, die uns im Wirtschafts- und Finanzleben tagtäglich umgeben.

Genau diese Erkenntnisse möchte ich Ihnen hier detailliert vorstellen, denn dann werden Sie nachvollziehen können, warum die Idee des grenzenlosen Wachstums nicht funktionieren kann.

Wachstum ist endlich – Das gilt für die Natur und auch für unser Wirtschafts-System

Fakt ist: In der Natur gibt es jedoch Wachstum nur eine bestimmte Zeit lang und stabilisiert sich dann, wenn das Lebewesen ausgewachsen ist.

Ausnahmslos alle Formen von unbegrenzten, v. a. exponentiellem Wachstum enden in der Selbstzerstörung:

So wächst ein Tumor immer schneller, bis er mit dem befallenen Körper an sich selbst zugrunde geht.

Gerade der Aktienmarkt zeigt jedoch heute ein solches, immer schnelleres, tumorartiges Wachstum, das überhaupt nicht mehr im Gleichgewicht mit der realen Wirtschaft steht:

Immer wieder wird heute behauptet, dass Aktien angeblich langfristig auf jeden Fall ein Gewinn seien und dass die Börsen im Schnitt in den letzten 100 Jahren jährlich um 8% gestiegen seien.

Doch hierbei wird eines nicht beachtet:

dass dieser Börsen-Zuwachs nicht gleichmäßig über die letzten Jahrzehnte erfolgte, sondern sich zum Großteil erst seit den 1980er-Jahren in Form einer gigantischen Spekulationsblase vollzieht.

Börsen haben sich schon lange von der Wirtschaft abgekoppelt

Wer beispielsweise kurz vor der Weltwirtschaftskrise 1930 in Aktien investierte, musste im Schnitt 30 Jahre warten, um wieder die alten Kursstände zu erleben.

Sie sehen: Durchschnittswerte über 100 Jahre ergeben hier ein völlig falsches Bild und sind schlicht irreführend.

Kürzlich habe ich ganz ausführlich die Daten analysiert, die sich zum einen mit der Wirtschafts-Entwicklung der USA und zum anderen mit der Kurs-Entwicklung des maßgeblichen Index S&P 500 beschäftigen.

Auf Basis dieser Daten ist mehr als klar geworden: Die Wirtschaft hat sich immer mehr von den Aktienmärkten entkoppelt.

Dadurch haben wir in den vergangenen Jahrzehnten den Aufbau einer massiven Spekulationsblase erlebt.

Wie die harten Fakten zur Entwicklung in den USA aussehen, erfahren Sie in einem weiteren beitrag zum Thema.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.