Unternehmensanleihen als sichere Geldanlage

Kelnberger über Volatilitätsfonds

Unternehmensanleihen können sich auch für Sie als Basis-Anlage lohnen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte dazu. (Foto: Gina Sanders – Fotolia.com)

Wenn ein Unternehmen Geld braucht, geht es zur Bank. Manchmal hat die Bank allerdings genug mit sich selbst zu tun – Stichwort IKB. Dann bleibt dem Unternehmen immer noch die Möglichkeit, eine Anleihe zu platzieren.

Es gibt Laufzeiten, jährliche Zinsen, und am Ende der Laufzeit zahlt das Unternehmen den Nominalwert zurück.

Mögliches Risiko: Eine Insolvenz des Unternehmens. Für Rolf Morrien vom “Der Depot-Optimierer” sind Unternehmensanleihen ein Basis-Investment.

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Unternehmensanleihen als Basis-Anlage

Wenn sich ein Unternehmen für eine bestimmte Zeit Geld beschaffen will, kann es bei einer Bank einen Kredit aufnehmen oder am Kapitalmarkt eine Anleihe platzieren. Typisch sind Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren.

Die Besitzer der Anleihen erhalten jährlich Zinsen – bei einigen Anleihen gibt es alle 6 Monate Zinszahlungen – und am Ende der Laufzeit wird der Nominalwert zurückgezahlt.

Ausnahme: Wird das Unternehmen während der Laufzeit zahlungsunfähig, sind Rückzahlung und Zinsen gefährdet.

Empfehlenswert sind laut Rolf Morrien somit nur Anleihen von Unternehmen, die regelmäßig Ergebnisse veröffentlichen. So können börsengehandelte Unternehmensanleihen sofort verkauft werden, wenn sich Probleme andeuten.

Nachrangige Anleihen als Rendite-Turbo

Unternehmensanleihen mit einem mittleren Rating im B-Bereich bieten Ihnen oft 5 bis 6% Zinsen.

Rund 2%-Punkte mehr gibt es für nachrangige Unternehmensanleihen. Sie können also derzeit mit bis zu 8% Rendite pro Jahr rechnen, müssen dafür aber ein höheres Risiko akzeptieren.

Denn: Im Falle einer Insolvenz werden zuerst die Besitzer von “normalen” Unternehmensanleihen bedient und erst dann die Besitzer von nachrangigen Anleihen. Das größere Verlustrisiko wird mit höheren Zinsen belohnt.

Rolf Morrien empfiehlt daher nur nachrangige Anleihen von soliden Großkonzernen.

Ein Beispiel ist der DAX-Konzern Henkel. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Konzern zahlungsunfähig wird, ist gering. Da Henkel alle 3 Monate Quartalsberichte veröffentlicht, gibt es gute Kontrollmöglichkeiten.

Vorzeitiges Rückzahlungsrecht

Zwei wichtige Termine gibt es.

In den Kurslisten steht oft eine Laufzeit von 99 oder 100 Jahren. Diese “endlose” Laufzeit hat in der Praxis selten Bestand.

In fast allen Fällen gibt es nach rund 10 Jahren ein vorzeitiges Rückzahlungsrecht.

Wenn der Emittent (das Unternehmen) die Anleihe dann nicht vorzeitig kündigt und zu 100% des Nominalwerts zurückzahlt, muss anschließend ein neuer Zinssatz gezahlt werden, der üblicherweise deutlich höher ist als der erste.

Die Unternehmen sind daher bemüht, den ersten Kündigungstermin direkt für die Rückzahlung zu nutzen.

Bei den Zins-Empfehlungen nennt der Experte von “Der Depot-Optimierer” seinen Lesern daher immer das offizielle Laufzeitende und den – oft entscheidenden – ersten Kündigungstermin.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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