US-Konzern Abbott: Gesundheits-Aktie mit Perspektive

In Zeiten des demografischen Wandels besitzen Unternehmen aus dem Gesundheitssektor sehr gute Aussichten auch im Hinblick auf die zu erwartende Rendite.

Denn es ist kaum von der Hand zu weisen, dass bei einem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung die medizinische Versorgung zunehmend gefragt ist. Und dadurch schieben sich Gesellschaften wie das US-amerikanische Pharmaunternehmen Abbott Laboratories in die Gunst von Investoren.

Abbott Laboratories ist eine der größten Gesellschaften in den USA aus dem Healthcare-Sektor. Das Unternehmen beschäftigt rund 73.000 Mitarbeiter und ist in 150 Ländern tätig. Die wichtigsten Geschäftsfelder von Abbott sind Ernährung, Medizintechnik, Diagnostik und etablierte Markenmedikamenten. Als führendes Unternehmen auf dem Sektor der Gesundheitsfürsorge deckt Abbot Klinik- und Laborbedarf. Über Prävention und Diagnose bis hin zur Behandlung werden wesentliche Bereiche der ärztlichen Versorgung beliefert.

Abbott Aktie: Fakten und Performance

Die Aktie von Abbott Laboratories ist sowohl im Dow Jones Global Titans 50 als auch im S&P 100 gelistet. Dabei weist die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung in Höhe von 81,69 Mrd. € aus. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 17,52 Mrd. € bei einem Gewinn pro Aktie von 2,20 €, was einem KGV von 17,36 entspricht.

Nach den Erwartungen der Unternehmensführung wird sich der Gewinn von Abbott bis zum Jahr 2021 auf 3,96 € steigern (KGV sinkt auf 13,54). Für das Jahr 2017 ist eine Dividende in Höhe von 1,07 € geplant, woraus sich eine Dividendenrendite von 2,72 % ergibt. Bis zum Jahr 2021 soll sich diese auf 2,93 % verbessern. Auf Sicht von 12 Monaten (Stand: Ende November 2017) konnten sich die Abbott-Aktionäre über einen Kursanstieg von 28,9 % freuen. Über den Zeitraum von 3 Jahren hinweg verbesserte sich der Titel um 33,4 % und über 5 Jahre um 87,1 %.

Aussichten von Abbott und des gesamten US-Healthcare-Sektors

Trotz der vollmundigen Ansagen des Donald Trump in Bezug auf die Abschaffung der von Obama initiierten allgemeinen Krankenversicherung (Obamacare) hat der Bereich Gesundheit in den zurückliegenden 12 Monaten der Amtszeit des neuen US-Präsidenten keinen nennenswerten Schaden genommen. Dies ist auch am Kurs der Abbott-Aktie abzulesen, die im vergangenen Jahr deutlich zugelegt hat.

Ganz entgegen den übrigen Plänen der Trump-Administration könnte sich die ebenfalls angekündigte Steuerreform positiv auf den Kurs der Abbott Aktie und auf den gesamten US-Gesundheitssektor auswirken. Vor allem die Reduzierung der Unternehmenssteuer für Gesellschaften, die ihre Produkte im eigenen Land herstellen, könnte sich dabei als vorteilhaft erweisen. Experten attestieren daher Aktien wie Bristol-Myers-Sqiubb, dem Abbott-Ableger AbbVie aber auch der britischen Astrazeneca ebenfalls erhebliches Kurspotenzial.

7. Dezember 2017

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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