US-Wahl: Was hinter Donald Trumps Plänen steckt

Am 08. November 2016 ist in den USA das passiert, was Viele für unmöglich gehalten haben – v. a. deutsche Politiker und Mainstream-Medien:

Die Republikaner jubeln, die Demokraten trauern – und mit letzteren die halbe Welt.

Denn der Immobilien-Tycoon Donald Trump schaffte es mit einem fulminanten Wahlsieg, der 45. Präsident der USA zu werden.

In Zahlen: 288 Wahlmänner für Trump, 215 für seine demokratische Widersacherin Hillary Clinton.

Aber nicht nur, dass die Republikaner stärkste Kraft im US-Kongress bleiben, sie konnten auch ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen; behalten also auch im Senat die Mehrheit.

Das klägliche Versagen der Prognose-Experten

Alle haben mit ihren Prognosen versagt, v. a. die Demoskopen – genauso wie bei der Vorhersage des BrExit, der anscheinend nicht kommen sollte.

Und dann kam er doch – genauso wie die US-Präsidentschaftswahl, bei der Hillary Clinton bei den meisten Umfragen weit vor ihrem republikanischen Konkurrenten lag.

Und dann – aus ihrer Sicht – dieses Debakel.

Übrigens: Trump selbst bezeichnete seinen Wahlkampf nicht als Kampagne, sondern als eine Bewegung, der das amerikanische Volk nun mehrheitlich gefolgt ist.

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Bedenken Sie: In einem Land, in dem ein

  • Farmer und Landvermesser (George Washington),
  • Tabak-Pflanzer (James Madison),
  • Berufs-Soldat (William Henry Harrison, Zachary Taylor, Ulysses Simpson Grant, Dwight David Eisenhower),
  • Plantagen-Besitzer (John Tyler),
  • Selfmade-Man (Andrew Johnson),
  • Lehrer (Chester Alan Arthur, Lyndon Baines Johnson),
  • Zeitungs-Verleger (Warren Gamaliel Harding),
  • Bergbau-Ingenieur (Herbert Clark Hoover),
  • Verwaltungs-Beamter (Harry S. Truman),
  • Erdnuss-Farmer (Jimmy Carter)
  • oder ein Schauspieler (Ronald Reagan)

das wichtigste Amt der Welt besetzen kann, kann es auch ein Unternehmens-Milliardär.

Beim direkten Duell zwischen der politikerfahrenen Hillary Clinton und dem politischen Nobody Donald Trump hat jener trotzdem gesiegt.

Das ist, salopp gesagt, Amerika.

Wilde Spekulationen über Trumps Pläne

Doch was will dieser Unternehmens-Mogul nun wirklich? Schon im Voraus wurde orakelt, was bei seiner Wahl geschehen könnte:

  • Trump würde die UN-Klima-Konvention und die internationalen Handels-Abkommen aufkündigen,
  • neue Waffen-Gesetze erlassen,
  • möglicherweise ein Einfuhr-Verbot für chinesische Rohstoffe anstreben,
  • und und und…

Nachfolgend zeigen wir Ihnen auf, was der 45. US-Präsident tatsächlich für Pläne hat:

Trump will Politik-Sumpf trockenlegen

Im Wahlkampf erklärte Trump, dass er den Washingtoner Sumpf trockenlegen will.

Damit hat er der politischen Elite Amerikas offen den Krieg erklärt – logisch, dass nun einige um ihren Job fürchten…

  • In der Tat wird es per Direktive zu Beurlaubungen, Entlassungen und neuen Ernennungen der 4.000 Regierungs-Posten kommen.
  • Außerdem will Trump die Amtszeit von Kongress-Abgeordneten begrenzen und neue Regeln für politische Lobbyisten aufstellen – sehr zum Gefallen seiner Wähler.
  • Ebenso kann der neue US-Präsident Einfluss auf den Supreme Court – das Oberste Gericht – nehmen, denn dort stehen 3 Verfassungs-Richter zur Neubesetzung auf Lebenszeit an.

10. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Guido Grandt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt