USA: Marode Infrastruktur gefährdet die Stabilität des Landes

Die Vereinigten Staaten sind noch immer die größte Wirtschaftsmacht der Welt – aber das Fundament bröckelt:

Die Infrastruktur in den USA ist zum Teil in einem katastrophalen Zustand.

Katastrophale Infrastruktur der USA – Beispiel: Oroville Staudamm

Das zeigten uns im Februar 2017 auch wieder die Bilder vom Oroville Staudamm in Kalifornien.

Nun ist ein solcher Staudamm ein regionales Problem, doch in den Vereinigten Staaten sind die Probleme der Infrastruktur landesweit sichtbar.

So weisen nach Angaben eines Branchen-Verbandes aktuell 56.000 Brücken „Strukturelle Defizite“ auf.

Das Dramatische daran: Jeden Tag fahren annähernd 185 Mio. Fahrzeuge über diese Brücken.

In der Liste der Top-25-Flughäfen der Welt ist kein einziger US-Flughafen enthalten – dabei ist das Flugzeug dort ein sehr viel wichtigeres Verkehrsmittel als bei uns.

Nur ein Vergleich für Sie: München rangiert in der Liste der weltbesten Flughäfen, die regelmäßig von Skytrax ermittelt wird, auf dem 3. Platz.

Trump hat schon hohe Investitionen angekündigt

Im Straßennetz der USA herrschen z. T. ebenfalls heftige Zustände.

So schätzt das US-Verkehrsministerium, das mehr als 2/3 der Straßen zumindest ausgebessert oder sogar verbessert werden müssen.

Doch hier fehlet ganz klar der politische Wille, das auch zu tun. So sind die staatlichen Ausgaben für die Infrastruktur auf Sicht der vergangenen 10 Jahre um 9% gesunken.

Hier kommt nun der neue US-Präsident Donald Trump ins Spiel:

Er hatte schon im Wahlkampf massive Investitionen in die Infrastruktur angekündigt. Eine Zielmarke von Trump waren hier 1 Bio. Dollar.

Solche Summen sind wohl schon notwendig, um den weiteren Verfall der Infrastruktur in den USA aufzuhalten.

Aber hier stellt sich natürlich die Frage: Wo soll dieses Geld herkommen? – Sehr wahrscheinlich wird der neue US-Präsident dafür neue Schulden aufnehmen.

Doch schon jetzt ächzt die größte Volkswirtschaft der Welt unter einer Schuldenlast von annähernd 20 Bio. Dollar.

Was davon auch tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten

Hier steht das Land einmal mehr vor großen Herausforderungen – und ob Donald Trump wirklich der geeignete Politiker ist, um diese massiven Probleme zu lösen, muss ich erst noch zeigen.

Vielleicht wird ihm hier seine Sichtweise als Unternehmer helfen.

Es ist aber auch weiterhin gut möglich, dass er mit seinen teilweise weitreichenden Plänen an den politischen Widerständen in Washington scheitert.

Grundsätzlich erwartet uns wohl eine eher unruhige Phase – und das gilt nicht nur bezogen auf die USA, sondern auch auf die Entwicklung hier bei uns in Deutschland.

21. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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