Valorensymbol: Warum haben manche Aktien 3, andere 4 Buchstaben?

An der Börse werden Aktien mit sogenannten Valorensymbolen ausgestattet. Dabei werden mal mehr, mal weniger Buchstaben benutzt. (Foto: Oliver Hoffmann / Shutterstock.com)

Aktien, die an der New York Stock Exchange (NYSE) und der NYSE Amex Equities (früher AMEX) gehandelt werden, haben normalerweise Valorensymbole mit 3 oder weniger Buchstaben.

Im Gegensatz dazu bestehen die Börsenkürzel von Aktien, die an der NASDAQ gehandelt werden, aus 4 Buchstaben.

Da die Symbole lediglich eine Abkürzung des Unternehmens darstellen, besteht kein signifikanter Unterschied zwischen Symbolen aus 3 oder 4 Buchstaben.

Dennoch sollte man aufpassen, wenn dem Valorensymbol noch zusätzliche Buchstaben angehängt werden.

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Handelt es sich um eine Prioritätsaktie, so werden das Kürzel „PR“ sowie der Buchstabe, der die Aktiengattung beschreibt, angehängt.

    Ein Beispiel: Cory’s Tequila Corporate Preffered A-shares à CTC.PR.A

  • Wenn das Unternehmen über mehrere gehandelte Aktien verfügt, wird die Aktiengattung (A oder B) zum Symbol hinzugefügt.

    Ein Beispiel: Berkshire Hathaway à BRH.A und BRK.B

  • Wird die Aktie an den „Pink Sheets“ oder am „Over-The-Counter Bulletin Board“ gehandelt, folgen die Zusätze „PK“ oder „OB“.
  • An der NASDAQ wird ein fünfter Buchstabe hinzugefügt, wenn das Unternehmen straffällig in Bezug auf bestimmte gesetzliche Bestimmungen geworden ist.

    Ein Beispiel: Der Buchstabe „Q“ wird angehängt, wenn das Unternehmen bald Insolvenz anmelden muss.

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Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.

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