Vermögens-Konzentration: Jedes Jahr werden 400 Mrd. € vererbt

Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben hat, ist das Gesamt-Volumen der Erbschaften in Deutschland pro Jahr größer als angenommen.

Bisher ging man von 300 Mrd. € Erbschafts-Volumen aus, doch wenn man Vermögens-Zuwächse einbezieht, kommt das DIW auf 400 Mrd. € Vermögen, das jedes Jahr vererbt wird.

Was oberflächlich betrachtet positiv anmutet, hat letztlich keine guten Auswirkungen:

Hohes Erbschafts-Volumen hat verheerende Auswirkungen

Das hohe Erbschafts-Volumen führt nämlich dazu, dass die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer werden.

Nur ein kleiner Teil der Deutschen erbt überhaupt nennenswerte Beträge.

Dazu hat das DIW Ende 2016 in einer anderen Studie betont, dass heute 2/3 der Hochvermögenden über 40 Jahre das Vermögen nicht selbst erarbeitet, sondern zumeist geerbt haben.

Erben kann nur, wer auch reiche Eltern hat.

Und da sich heute der Großteil des Vermögens bei einer Minderheit konzentriert, fallen die Erbschaften für den Großteil der Bevölkerung sehr klein aus.

Die halbe deutsche Bevölkerung verfügt nach Untersuchungen der Bundesbank heute gerade einmal über 2,5% des gesamten Vermögens – entsprechend wenig kann naturgemäß vererbt werden.

Vermögens-Konzentration ist eine große Gefahr für die Stabilität

Deshalb betont auch das DIW, dass v. a. in Deutschland die Vermögens-Ungleichheit besonders groß ist und sich mit den Erbschaften noch mehr vergrößert.

Die Vermögens-Konzentration spielt für Sie eine wichtige Rolle.

Das tut sie deshalb, weil ein Finanz-System umso stabiler ist, je gleichmäßiger – und v. a. nach Leistung – das Vermögen verteilt ist, und sich damit auf viele Menschen stützt.

Sind große Teile des Vermögens dagegen nur in den Händen einer Minderheit, ist auch das Finanz-System sehr anfällig gegen externe Schocks.

So war die Vermögens-Konzentration kurz vor Beginn der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre beispielsweise ebenfalls extrem hoch.

Nächste Finanzkrise wird Deutschland besonders hart treffen

Diese ausgeprägte Vermögens-Ungleichheit in Deutschland beruht meist nicht auf eigener Leistung.

Und sie ist neben der massiven Exportlastigkeit des Landes ein weiterer Grund, warum Deutschland in der nächsten Finanzkrise besonders hart getroffen wird.

Die einseitige Exportlastigkeit ist deshalb problematisch, weil eine einbrechende Weltkonjunktur sofort zu einer dramatischen Krise im Land führen wird.

Das sollten Sie angesichts dieser Lage tun

Deshalb ist es für Sie unbedingt notwendig sich dagegen abzusichern!

Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und v. a. auch in Werte investieren, die für den Staat in einer Krise nicht greifbar sind.

Das wiederum sind etwa physische Edelmetalle, Fremdwährungen in bar und Euro-Bargeld.

21. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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