Vermögensaufbau: Der frühe Vogel fängt den Wurm

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Zeit ist der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau. Hinzu kommt eine renditestarke Anlage. (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Beim Vermögensaufbau gilt der Grundsatz: Je früher Sie damit beginnen, desto besser. Dank des Zinseszinseffekts können Sie bei entsprechend langem Anlagehorizont schon mit kleinen regelmäßigen Beträgen ein hübsches Sümmchen ansparen. So machen Sie beispielsweise aus 100 € Spar-Rate im Monat in 30 Jahren bei einer Durchschnittsrendite von 8% eine Summe von 141.831 Euro.

Fondssparpläne ideal für Vorsorgesparer geeignet

Natürlich benötigen Sie auch eine renditestarke Anlage. Fondssparpläne eignen sich zur langfristigen finanziellen Vorsorge hervorragend. Mit einem Sparplan profitieren Sie einerseits von den hohen Renditechancen, die Ihnen die Aktienmärkte bieten. Andererseits reduzieren Sie das Risiko von Kursverlusten durch die breite zeitliche Streuung der Anlagen und den sehr langen Anlagehorizont erheblich. Zudem profitieren Sie vom bekannten Cost-Average-Effekt.

ETF-Sparpläne immer attraktiver

Die große Masse der Fonds läuft den Aktienindizes bekanntlich auf lange Sicht hinterher. Was liegt da also näher als mit einem ETF einfach und kostengünstig auf die Indizes zu setzen? Das steigende Interesse an ETF-Sparplänen hat den Konkurrenzkampf unter den Depotbanken angeheizt. Gut für Sie: In den letzten Monaten hat sich preislich einiges getan.

Viele Anbieter haben die Gebühren deutlich reduziert. Einige ETFs können Sie sogar schon kostenfrei ansparen. Aber natürlich haben aktiv gemanagte Investmentfonds weiterhin ihre Berechtigung. So haben globale Aktienfonds wie der Carmignac Investissement oder der M&G Global Basics die Aktienindizes im letzten Jahrzehnt weit hinter sich gelassen. Diese gehören jedoch zu den wenigen Ausnahmen.

Nachwuchs spart mit Minderjährigendepot Steuern

Ebenfalls empfehlenswert sind Fonds- und ETF-Sparpläne, wenn es nicht um Ihre eigene Altersvorsorge, sondern um die finanzielle Vorsorge für Kinder und Enkelkinder geht. Wenn Sie im Idealfall gleich nach der Geburt Ihres Kindes oder Enkelkindes regelmäßig kleinere Beträge investieren, können Sie dank des Zinseszinseffektes sehr viel erreichen.

Ob es ein Auto zum 18. Geburtstag oder die Starthilfe zum Studium sein soll. Mit einem Minderjährigendepot halten Sie den Fiskus dabei außen vor. Hier wird das Kind als Depotinhaber geführt, darf vor seiner Volljährigkeit selbst aber keine Wertpapiergeschäfte tätigen.

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So steht dem Nachwuchs neben dem Sparer-Pauschbetrag jedes Jahr der Grundfreibetrag zu – macht zusammen gut 8.800 Euro steuerfreier Gewinn. Das sollte ausreichen.

Versicherungsprodukte sind Gebührenfresser

Natürlich bieten Ihnen die Versicherungen „maßgeschneiderte“ Produkte an. Aber Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen und Ausbildungsversicherungen (die Variante für den Nachwuchs) haben vor allem eins gemeinsam: Sie bringen den Anbietern gutes Geld und Ihnen als Sparer mickrige Renditen.

Unterm Strich bleibt Ihnen nach Abzug der erheblichen Gebühren oftmals kaum der Inflationsausgleich. Halten Sie sich daher lieber an den bewährten Grundsatz, Geldanlage und Versicherung zu trennen.

Wenn Sie wirklich auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie stattdessen auch gleich auf ein Tagesgeldkonto einzahlen – da haben Sie zumindest vollständige Transparenz über Ihr Guthaben.

Schrittweise Umschichtung zum Ende empfehlenswert

Wenn Sie hingegen Ihr eingezahltes Kapital vervielfachen wollen, bleibt Ihnen nur der Aktienmarkt. Um das Risiko eines Börsencrashs „auf den letzten Metern“ der Sparphase auszuschalten, ist es empfehlenswert, zwei bis drei Jahre zuvor mit dem Schrittweisen Umschichten in risikoärmere Anlagen zu beginnen.

Der beste Startzeitpunkt für Ihren Vermögensaufbau ist übrigens sofort (falls Sie nicht schon längst begonnen haben). Denken Sie daran: Der frühe Vogel fängt den Wurm!


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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