Versicherung: Sturmschäden an Haus und Auto geltend machen

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Sturmschäden können Sie bei der Versicherung geltend machen - entscheidend ist vor allem, dass alles dokumentiert wird. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Windstärke 8 entspricht einer Windgeschwindigkeit von mehr als 62 Stundenkilometern. Ab dieser Windstärke sind Sturmschäden grundsätzlich durch die Versicherung abgedeckt.

Zum Vergleich: Der Sturm Xynthia war 2010 teilweise mit weit über 100 Stundenkilometern über Deutschland hinweggestürmt.

Checkliste: Sturmschäden für die Versicherung dokumentieren

Wenn umgestürzte Bäume das Haus beschädigt haben, dann greift die Wohngebäudeversicherung. Schäden am Hausrat werden hingegen von der Hausratversicherung ersetzt. Falls Sie durch einen Sturm Schäden erlitten haben, ist folgende Vorgehensweise sinnvoll:

  • Legen Sie eine Liste aller Gegenstände an, die durch den Sturm beschädigt oder sogar komplett zerstört wurden.
  • Werfen Sie die beschädigten oder zerstörten Gegenstände nicht weg, sondern heben Sie sie auf. Dies ist wichtig, um gegenüber der Versicherung die entstandenen Schäden nachweisen zu können.
  • Suchen Sie außerdem die entsprechenden Kaufbelege aus Ihren Unterlagen zusammen. So ist es einfacher die Höhe des Schadens zu beziffern.
  • Falls Sie diese Gegenstände nicht aufbewahren können, halten Sie die Beschädigungen mit einer Digital- oder Videokamera fest.

Wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mitteilt, können Sturmgeschädigte nach spätestens vier Wochen eine Abschlagszahlung von ihrer Versicherung fordern.

Versicherung: Sturmschäden am Auto

Weitaus besser geschützt sind hingegen Autofahrer, die eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen haben: Die Vollkasko-Versicherung deckt Schäden durch herabstürzende Äste oder Dachziegel bei jedem Wind und Wetter ab. Einen Nachweis über die Windstärke erhalten Sie bei den regionalen Klima- und Umweltberatungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Wenn Sie die Wetterdiensthotline (0180 – 591 – 3913) anrufen, werden Sie automatisch mit der nächstgelegenen DWD-Niederlassung verbunden.

Falls es sich um ein besonders schwerwiegendes Unwetter gehandelt hat, dann ist oftmals auch die Regionalpresse voller Berichte mit den nötigen Informationen. Sprechen sie mit Ihrer Versicherung ab, ob auch ein Artikel der Lokalzeitung als Nachweis ausreichend ist. Dies sollte in der Regel der Fall sein.


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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.