Voltabox Aktie: Nach Kursverlusten interessant für Anleger

Die Voltabox-Aktie dümpelt nach der Anfangseuphorie des Börsengangs um den Ausgabepreis. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt einzusteigen? (Foto: SergeyP / Shutterstock.com)

Mit der E-Mobilität befinden sich Batteriehersteller im Aufwind. Hatten sie zuvor lukrative Nischen bedient, geraten sie zunehmend in den Fokus der Anleger. Mitte Oktober 2017 feierte die Voltabox- Aktie ihr Börsendebut. Der IPO war ein voller Erfolg. Nach dem Ausgabepreis von 24 € schoss sie sofort auf 30 €.

Voltabox-Aktie braucht Zeit

Die Euphorie war groß. Der Hersteller von Batterien für Gabelstapler, Trolleybusse und Fahrzeuge für den Bergbau kam auf einen Börsenwert von mehr als 475 Mio. €. Was besticht: Voltabox will seinen Umsatz von 25 Mio. € in 2017 bis nächstes Jahr auf 100 Mio. steigern. Das Unternehmen saß nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt der Börsengangs auf einem Auftragsbestand von 800 Mio. €. Was Anlegern der Voltabox-Aktie eine gewisse Planungssicherheit gibt.

Dennoch rutschte der Kurs wenige Tage später zunächst auf 28 € und erreichte vor Jahreswechsel mit gut 22 € ihren Tiefpunkt. Seitdem hat sich das Papier wieder etwas erholt und pendelt um die Marke von 25 €, und damit nur leicht über dem Ausgabekurs. Doch von diesem Niveau aus kann sich das Papier gut entwickeln.

Immerhin wächst Voltabox schneller als der Gesamtmarkt, der auf jährlich 11 % kommt. Allein der erwartete Umsatzsprung auf 60 Mio. € in diesem Jahr bedeutet ein Plus von 120 %. Auch die Ebit-Marge von 10 % kann sich sehen lassen. Und mittlerweile hat sich der Bestand der Aufträge bis 2022 auf über 1 Mrd. € erhöht.

Verbreitertes Produktportfolio

Nach einem vorangegangenen Minus wird fürs Geschäftsjahr 2017 zudem ein leicht positives Ebit-Ergebnis, also vor Zinsen und Steuern, erwartet. Treiber ist nach Unternehmensangaben die Nachfrage bei der automatisierten Massenproduktion von Batteriemodulen für Gabelstapler sowie selbstfahrende Transportfahrzeuge. Starke Umsätze verzeichnet bereits der Bereich Voltaforce, mit Lithium-Ionen-Batterien, die traditionelle Bleibatterien etwa für Motorräder und Sportwagen ersetzen.

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Neu in der Pipeline ist der Bau eines Prototyps für ein völlig neues Komatsu-Großfahrzeug im Bereich Untertage-Bergbau. Voltabox erweitert eins ums andere sein Produktportfolio. Am Heimatstandort in Delbrück sowie in Austin, Texas wird hochautomatisch in Serie produziert.

Überbewertung mit absehbarer Korrektur

Für Ersteinsteiger war die Voltabox-Aktie natürlich ein Flop. In der Euphorie gingen die Warnungen unter, die klar zeigten, dass das Papier technisch völlig überbewertet war. Schon mit dem ersten Schlusskurs lag der Börsenwert beim 19-Fachen des Umsatzes in 2017. Und beim geplanten 120 %-Umsatzplus im laufenden Jahr entsteht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 200.

Kein Wunder, dass einige Akteure bei derart sportlichen Bewertungen Short-Attacken auf dem Programm haben. Astellon Capital etwa hatte Ende Januar zugeschlagen. Beim IPO der Voltabox-Aktie hat sich einmal mehr gezeigt, dass es sinnvoll ist, die ersten Monate zu beobachten und dann nach einer Korrektur zuzusteigen. Bei Voltabox sind die Aussichten insgesamt recht positiv.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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