Von wegen Fake News: Der EU-Superstaat wird kommen

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Leider kann man Ihnen die Hiobsbotschaft nicht ersparen. Was sich anhört wie eine krude Verschwörungs-Theorie, soll bald Wirklichkeit werden: Deutschland […] (Foto: Vintage Tone/Shutterstock)

Leider kann man Ihnen die Hiobsbotschaft nicht ersparen. Was sich anhört wie eine krude Verschwörungs-Theorie, soll bald Wirklichkeit werden:

Deutschland wird abgeschafft, und zwar bis zum Jahr 2025 – zumindest, wenn es nach dem Ex-Kanzlerkandidat und SPD-Chef Martin Schulz geht…

Schulz-Plan für die Vereinigten Staaten von Europa

Am 7. Dezember 2017 machte Martin Schulz seiner Partei ein verspätetes Nikolaus-Geschenk:

Auf dem SPD-Parteitag in Berlin stellte er seinen Plan für Deutschland und Europa vor – und der hat es in sich:

Zuvor bat er noch – fast dramatisch – für die historische Niederlage bei der jüngst zurückliegenden Bundestagswahl um Entschuldigung.

Als Kanzlerkandidat trage er die Verantwortung für dieses Wahlergebnis.

Die Süßholzraspelei wirkte offenbar, denn Schulz wurde erneut zum SPD-Chef gewählt – und das trotz dieser desaströsen Fakten:

Seit 1998 haben die Sozialdemokraten 10 Mio. Wählerstimmen verloren (2017 alleine 1,7 Mio.) – oder anders ausgedrückt: die Hälfte ihrer Wählerschaft.

Schicksalsjahr 2025

Schulz machte seinen „lieben Genossinnen und Genossen“ an diesem Tag auch klar, dass er die Uhr nicht zurückdrehen könne.

Aber er könne als Parteivorsitzender seinen Beitrag dazu leisten, es besser zu machen. Was er damit meinte, erklärte er den SPD-Mitgliedern gleich darauf:

Bis zum Jahr 2025 soll die Europäische Union mit einem gemeinsamen Verfassungs-Vertrag in die Vereinigten Staaten von Europa umgewandelt werden.

Dieser Vertrag soll die Zivilgesellschaft und die Bürger mit einbeziehen. Anschließend könne er allen Mitglieds-Staaten zur Ratifizierung vorgelegt werden.

Diejenigen, die nicht mitspielen, werden rausgeworfen

Der Nationalstaat habe in der globalisierten Welt an Gestaltungskraft verloren.

So könne nur eine entschlossene EU den Klimawandel wirksam bekämpfen, die Herausforderung der Migration bewältigen und der “asozialen Steuerflucht” die Grenzen aufzeigen.

Diejenigen EU-Mitgliedsländer, die dem nicht zustimmten, müssten, so Schulz dann automatisch das europäische Staatenbündnis verlassen.

Soweit also dessen Vorstellung von europäischer Demokratie…

Laut Schulz soll Deutschland (noch) mehr Kompetenzen an Brüssel abgeben

Der SPD-Parteichef macht nicht nur klar, dass die prekären Beschäftigungs-Verhältnisse hierzulande eingedämmt werden, die Tarif-Bindung ausgeweitet werden soll und er eine Obergrenze zur Aufnahme von Flüchtlingen ablehne.

Außerdem – und jetzt lesen Sie bitte ganz genau! – soll Deutschland im Bereich der Wirtschafts- und Finanz-Politik Kompetenzen an die EU abgeben.

Konkret: Es bräuchte Investitionen in ein Euro-Zone-Budget und einen europäischen Finanzminister – nur so könne die Steuerflucht ein Ende gesetzt werden.

Wissen Sie, was das heißt? – Ganz einfach: Die nationalen Parlamente, wie etwa der hiesige Bundestag, könnten dann noch weniger Entscheidungen für das eigene Land treffen.

Und das ist nur eine Konsequenz davon, auf die anderen werden wir noch eingehen…


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.