Wandern Sie aus, solange Sie noch können!

Mann Kurse Zettel Rechner Tisch – Rawpixel.com – shutterstock_613049738

Sie kennen bestimmt das alte Sprichwort: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.“ Oder anders ausgedrückt: Bevor das Schiff ganz untergeht, […] (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Sie kennen bestimmt das alte Sprichwort: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.“

Oder anders ausgedrückt: Bevor das Schiff ganz untergeht, sollte man sich in Sicherheit bringen.

Es wird ungemütlich

Nach dem voran genannten Motto handeln auch viele Reiche.

Denn sie kehren der krisen-, terror- und migrationsgeschüttelten EU schon längst den Rücken. Und sie wissen i. d. R., was sie tun – v. a. mit ihrem Vermögen.

Denn in Europa; in Deutschland wird es immer ungemütlicher.

Die Risiken steigen in allen Bereichen und Belangen. Fast täglich können Sie das selbst hören, lesen oder sehen.

Tausende Millionäre verlassen die EU

Schon im Frühjahr 2017 wurde eine Studie der südafrikanischen Beratungs-Gesellschaft New World Wealth veröffentlicht.

Demnach verließen in den beiden Jahren davor tausende Millionäre Deutschland und Frankreich.

Konkret waren es 2016 rund 4.000 Menschen, die jeweils über ein Vermögen von über einer Million US-Dollar besitzen, die der Bundesrepublik den Rücken kehrten.

Das sind 4x so viele Flucht-Millionäre wie noch 2015 – und das trotz boomender Konjunktur, niedriger Arbeitslosenzahl und einem der höchsten Lebensstandards der Welt.

Merken Sie etwas?

Wichtige Steuer- und Beitragszahler fallen weg

In Frankreich verabschiedeten sich 2016 sogar 12.000 Millionäre, 2015 waren es 10.000.

Der prominenteste unter ihnen ist wohl die Schauspieler-Legende Gérard Depardieu:

Er ging nach Russland, weil der damalige französische Präsident Francois Hollande eine Reichensteuer in Höhe von 75% einführte.

In Italien gaben 6.000, in Griechenland 3.000 und in Spanien 2.000 Millionäre ihren Wohnort in ihrem Heimatland auf – und damit auch ihren Steuersitz.

Und sie fallen so natürlich auch als wichtige Steuer- und Beitragszahler für die betroffenen Staaten weg.

Besonders die Deutschen haften für die EU-Misere

Das ist fatal. Wir sagen Ihnen auch warum:

Vor allen Dingen Deutschland haftet über den ESM und die Banken-Union für marode EU-Staaten wie die Schwergewichte Frankreich, Italien oder Spanien.

Wandern in diesen Ländern die Vermögenden aus, bedeutet das für die deutschen Steuerzahler und Bankkunden, also für Sie, weiter steigende Haftungs-Risiken.

So einfach ist das…

Düstere Aussichten für Europa

Tatsächlich sehen die Zukunfts-Assichten für die EU düster aus:

  • Auf lange Sicht werden die Steuern und die Sozialbeiträge steigen,
  • das Wirtschafts-Wachstum wird sich verringern,
  • die Nettolöhne werden stagnieren oder gar sinken
  • und die Sicherheitslage wird immer prekärer.

Zurecht verlieren also immer mehr Deutsche und andere Europäer das Vertrauen in Grundpfeiler und Institutionen, die eigentlich Halt und Orientierung geben sollten.

Oder sie zweifeln an:

  • Staaten,
  • Politik,
  • Wirtschaft,
  • Gesellschaft,
  • Sicherheit,
  • Rechtsprechung,
  • Geld
  • und Banken.

Insbesondere im Hinblick auf das eigene Vermögen schwindet angesichts der desaströsen Wirtschafts- und Finanz-Politik immer mehr die Zuversicht.

Und das geschieht aus guten Gründen, wie unseren Lesern tagtäglich vor Augen geführt wird…


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
guido grandt neu
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.