Renteneintrittsalter: Die Gesetze der Bundesrepublik

Durch den demographischen Wandel geraten die Rentenversicherungen in Finanzierungsnöte - das wirkt sich auf das Eintrittsalter aus.

Das Renteneintrittsalter steigt und steigt. Lag es bis vor ein paar Jahren noch bei 60 Jahren, kann die Regelaltersgrenze zum jetzigen Zeitpunkt erst zum 65. Lebensjahr (+ 6 Monate, Stand 2017) beantragt werden.

Bereits seit 2012 wir diese Marke schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Sogar von Gerüchten um ein Renteneintrittsalter mit 69 ist bereits die Rede.

Wartezeiten bei der Altersrente = Mindestversicherungszeit

Wann ein Mensch die gesetzliche Altersrente beziehen kann, ist aber nicht nur an die Voraussetzungen des Alters geknüpft. Der Zeitpunkt des Rentenantrags sowie die Anspruchsvoraussetzungen spielen ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle.

Zum Beispiel muss für den Erhalt der Rente eine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt worden sein. Innerhalb dieses Zeitraums ist man dazu verpflichtet, Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung zu tätigen. Aus diesem Grund ist diese Wartezeit auch mit der sogenannten Mindestversicherungszeit gleichzusetzen.

Allerdings sind die Wartefristen variabel. Wird die betroffene Person beispielsweise durch einen Arbeitsunfall berufsunfähig, reicht schon die Zahlung eines Monatsbetrages aus, um für die vorzeitige Erfüllung der Wartezeit Sorge zu tragen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Wartezeiterfüllung durch einen Versorgungsausgleich. Im Klartext bedeutet dies, dass jeder Monat der verfrühten Rentenzahlung auf die beitragspflichtige Wartezeit angerechnet wird.


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Wann in Rente? Schon die 65 erscheint utopisch

Aufgrund von Erkrankungen, Unfällen oder Arbeitslosigkeit ist es vielen Menschen jedoch nicht möglich, bis zu ihrem 65. Lebensjahr berufstätig zu sein. Im Jahr 2012 lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter deutscher Frauen bei 61,0 Jahren.

Die Männer kamen immerhin auf 61,2 Jahre. Menschen, die früher Rente beantragen, als der Staat es vorsieht, müssen allerdings mit nicht unerheblichen Einbußen rechnen. So reduziert sich die Rente um 0,3% für jeden Monat, der vor dem 65. Lebensjahr des Betroffenen liegt.

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Durch den demographischen Wandel geraten die Rentenversicherungen immer mehr in Finanzierungsnöte. Aus diesem Grund wird das Renteneintrittsalter in Deutschland seit dem Jahr 2012 Schritt für Schritt von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Wann in Rente? Hinweise zum erforderlichen Lebensjahr im Überblick

Die Neureglung des Renteneintrittsalters in der Bundesrepublik betrifft all diejenigen, welche nach 1947 geboren wurden. Hier erfahren Sie, wie sich die Anhebung bis zur Rente mit 67 staffelt:

  • für den Geburtsjahrgang 1947 liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren und 1 Monat
  • jedem darauffolgenden Jahrgang bis zum Geburtsjahr 1958 wird ein weiterer Monat hinzu addiert
  • für Geburtsjahrgänge nach 1958 kommen jeweils 2 Monate dazu
  • ab dem Jahrgang 1964 gilt dann das Renteneintrittsalter von 67 Jahren

Rente mit 67 Jahren: Eigentlich eine Kürzung der Altersrente?

Kritiker der Anhebung des Renteneintrittsalters betitelten die Neuregelung bereits als Kürzung der Altersrente. Nur den wenigsten Menschen ist es tatsächlich möglich, bis zu ihrem 67. Lebensjahr zu arbeiten.

Aus diesem Grund wird es wohl der Regelfall werden, dass die Menschen wegen eines verfrühten Renteneintritts Abschläge in Kauf nehmen müssen.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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