Warum Goldman Sachs den Bitcoin bei 4.000 US-$ sieht

Das US-Brokerhaus Goldman Sachs hat vor wenigen Wochen offiziell das Coverage der Kryptowährung Bitcoin aufgenommen. Dies bedeutet, dass Goldman Sachs künftig die Kursentwicklung des Bitcoins analysiert und sich zu Marktbewegungen äußern wird.

Geht es um den Bitcoin, gehen die Meinungen unter den Investmentexperten weit auseinander. Während Finanzmarktexperte Elliott Prechter die Bitcoin-Entwicklung mit der Tulpen-Blase vor rund 400 Jahren vergleicht, glaubt man bei Goldman Sachs an einen weiteren Siegeszug der Kryptowährung.

Goldman Sachs sieht den Bitcoin bei knapp 4.000 US-$

War der Bitcoin zu Jahresbeginn bei rund 1.000 US-$ gestartet, hat die größte und wohl bekannteste Kryptowährung Mitte Juni ein neues Rekordhoch von 3.000 US-$ erreicht.

Goldman Sachs Analyst Sheba Jafari, geht davon aus, dass der Bitcoin nach einer kurzen Konsolidierung Anlauf auf die Marke von 4.000 US-$ nehmen wird.  Der Goldman Sachs Analyst begründet sein Kursziel vor allem mit der charttechnischen Analyse, denn der Bitcoin befindet sich seit 2015 in einem langfristigen Aufwärtstrend (siehe Chart unten), der sich in 2017 nochmals beschleunigt hat.

Bitcoin Chart seit 2015

Bitcoin Chart seit 2015, Quelle: Tradingview.com

Weitere Gründe, die für den Bitcoin sprechen

Doch nicht nur die Charttechnik, auch andere fundamentale Gründe sprechen für den Bitcoin. Zum einen scheint die sogenannte Blockgrößen-Debatte unmittelbar vor der Lösung zu stehen (SegWit2x), wodurch Transaktionen voraussichtlich schneller bestätigt und günstiger werden. Zum anderen erklären immer mehr Länder den Bitcoin zum legalen Zahlungsmittel.

Nachdem Japan diesen Schritt bereits am 1. April vollzogen hat, folgte nunmehr Südkorea. Damit schafft das Land einen regulatorischen Rahmen, wodurch der Bitcoin ganz legal auf Handelsplattformen und auf Bitcoin-Börsen gehandelt werden kann.

Durch den regulatorischen Rahmen wird der Bitcoin auch für Unternehmen interessanter. Im Juli hat zum Beispiel die japanische Elektronikkette Bic Camera begonnen, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Doch auch Russland überdenkt seine bislang ablehnende Haltung gegenüber dem Bitcoin. Der russische Vize-Finanzminister Alexey Moiseev hat im Interview mit Bloomberg Hoffnungen durchblicken lassen, dass der Bitcoin und andere Kryptowährungen in 2018 als legales Zahlungsmittel auch in Russland anerkannt werden könnten. Dies bedeutet: Auch in Russland will man den Bitcoin durch Regulierung legalisieren.

Fazit: Bitcoin etabliert sich mehr und mehr als Alternative zu Papiergeldwährungen

Die fortschreitende Legalisierung in wichtigen Wirtschaftsnationen wie Japan und Südkorea verleihen dem Bitcoin Rückenwind. Haben sich Unternehmen bislang beim Bitcoin aufgrund rechtlicher Unsicherheiten eher zurückgehalten, vergeht derzeit kaum eine Woche, in der nicht ein neues Unternehmen bekannt gibt, den Bitcoin als Zahlungsoption akzeptieren zu wollen.

Wenn es den Bitcoin-Entwicklern gelingt, die Skalierungsprobleme im Zusammenhang mit dem Bitcoin nachhaltig zu lösen, damit Finanztransaktionen schneller und kostengünstiger werden, hat der Bitcoin gute Chancen, sich als echte Alternative zu weichen Papiergeldwährungen zu etablieren.

Allerdings sollten Anleger beachten, dass Kryptowährungen sehr volatil sind und der Markt stark von Spekulanten geprägt ist – hohe Kursschwankungen sind somit an der Tagesordnung.


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21. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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