Was bedeutet eine Zinssenkung für den Aktienmarkt?

Die Europäische Zentralbank (EZB) tagt 2-mal pro Monat. Dabei wirkt sich eine Senkung des Leitzinses auch auf den Aktienmarkt aus. (Foto: Rational AG)

Spätestens wenn die nächste Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) ansteht, sollte man sich als Anleger über die potentiellen Konsequenzen einer Zinssenkung im Klaren sein.

Obwohl die Beziehung zwischen Zinssatz und Aktienmarkt eher indirekter Natur ist, besteht doch die Tendenz zum gegensätzlichen Verhalten.

Eine Zinssenkung wirkt sich für alle positiv aus, die sich Geld leihen wollen.

Im Gegenzug bestehen allerdings weniger Möglichkeiten für all jene, die Geld verleihen oder Wertpapiere wie Anleihen erwerben wollen.

Denn sie nehmen durch die Zinssenkung weniger ein.

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Rational betrachtet bedeutet das also, dass Geld aus dem Obligationen- in den Aktienmarkt fließt.

Gleichzeitig profitieren Unternehmen davon, günstiger die eigene Expansion finanzieren zu können, und dadurch ihr zukünftiges Ertragspotential ausbauen zu können. Somit steigen auch die Aktienkurse an.

Sowohl Anleger als auch Ökonomen sehen niedrige Zinsraten als Katalysatoren für Wachstum an.

Insgesamt hat eine Zinssenkung vor allem einen psychologischen Effekt auf Anleger und Konsumenten. Sie können sich einfacher Geld leihen – für persönliche oder unternehmerische Zwecke, was zu mehr Profit und Wirtschaftswachstum führt.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.