Was bedeutet „Hammering“?

Von „Hammering“ spricht man, wenn eine große Verkaufs-Order gegen eine bestimmte Aktie ausgesprochen werden, weil Investoren einen Kursabfall befürchten. (Foto: dominic8 / Shutterstock.com)

„Hammering“ bezeichnet eine Situation, in der große Verkaufs-Order gegen eine bestimmte Aktie ausgesprochen werden, weil Investoren einen Kursabfall befürchten.

Einige Gründe, die Investoren zu diesem Schluss führen können, sind Überbewertungen oder Negativschlagzeilen in den Medien. In der Finanzwelt gibt es die Annahme, dass ein Markt immer den wahren Wert einer Aktie wiederspiegelt.

Die Theorie zur Markteffizienz gibt an, dass ein unterbewertetes Wertpapier im Laufe der Zeit auf das korrekte Level ansteigt, während eine überbewertete Aktie irgendwann fallen wird. Wenn ein Finanzanalyst eine Aktie als überbewertet abstempelt – also dass sie zu einem zu hohen Preis gehandelt wird – werden viele Investoren versuchen, ihre Aktien zu verkaufen, um die Verluste vor einem Kursabfall zu minimieren. Dies führt zu einem stärkeren Kurssturz als im Normalfall.

Ein weiterer Grund, aus dem „Hammering“ passieren kann, ist dass Investoren negative Schlagzeilen zu einem Unternehmen erwarten. Gibt es beispielsweise interne Streitigkeiten oder Gerüchte über negative Finanzen des Unternehmens, werden Investoren schnell zu einer massiven Verkaufs-Order greifen. Schlechte Nachrichten führen letztendlich schließlich immer zu Kursabfällen.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.