Was bedeutet „nach der Schlussglocke“ oder „after the bell“?

„Nach der Schlussglocke“ oder „After the Bell“ werden im Finanzslang genutzt, um Aktivitäten zu bezeichnen, die nach der Schließung der Börse durchgeführt werden. Dazu gehören der nachbörsliche Handel, Jahresberichte oder die Bekanntgabe von Übernahmeplänen und Fusionen. Der Begriff leitet sich von der Glücke ab, die an der New Yorker Wallstreet am Ende des Handeltages geläutet wird.

Im Normalfall geben Unternehmen ihre Neuigkeiten erst nach der Schlussglocke bekannt, um Investoren Zeit zu geben, die Informationen zu bewerten und fundierte Handelsentscheidungen zu treffen. Außerdem hilft die nachbörsliche Bekanntgabe, die Stabilität der Märkte zu gewährleisten.

Vorzeitige Informationen können negative Konsequenzen wie Panikverkäufe oder Spekulationen nach sich ziehen.

Nachrichten, die nach der Schlussglocke bekannt gegeben werden, können so nur noch Auswirkungen auf den nachbörslichen Handel haben, der jedoch vergleichsweise klein ausfällt.

Es sollte jedoch erwähnt werden, dass der nachbörsliche Handel aus verschiedenen Gründen getätigt werden kann und in den meisten Fällen nicht mit Unternehmensnews zusammenhängt.

18. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt