Was ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und warum ist es so wichtig?

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), ein komplexer und wichtiger Indikator, lässt Rückschlüsse auf die aktuelle Wirtschaftslage eines Landes zu. (Foto: hywards / Shutterstock.com)

Das vielbesprochene Bruttoinlandsprodukt (BIP) dient als einer der wichtigsten Indikatoren beim Abschätzen der aktuellen Wirtschaftslage eines Landes. Es spiegelt den Gesamtwert aller in einer bestimmten Zeitspanne umgesetzten Waren- und Dienstleistungen in Euro beziehungsweise US-Dollar wider.

Für gewöhnlich wird hiermit die erbrachte Wirtschaftsleistung innerhalb eines Jahres oder eines Quartals mit vorherigen Werten verglichen. So entspricht eine Wertsteigerung um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr beispielsweise einem aktuellen Wirtschaftswachstum von eben diesen 2 Prozent.

Wie wird das BIP berechnet?

Ganz so einfach ist die exakte Berechnung des BIPs dann aber doch nicht. Und so zerbrechen sich unzählige Wirtschaftswissenschaftler tagtäglich den Kopf darüber. Trotzdem gibt es zwei grundsätzliche Weisen, auf die es stark vereinfacht ermittelt werden kann.

Methode A: Ertragswertverfahren (income approach)

Dabei handelt es sich zum einen um das Ertragswertverfahren (income approach), bei dem sämtliche Einkommen der in einem Land Tätigen addiert werden. Bei diesem Verfahren werden also sämtliche Aufwendungen an Angestellte, der Bruttoertrag aller Unternehmen sowie Steuergelder berücksichtigt. Etwaige Subventionen bleiben außen vor.

Methode B: Ausgabenansatz (expenditure method)

Der geläufigere Weg ist allerdings der Ausgabenansatz (expenditure method), bei dem alle Ausgaben für Konsumgüter, Geldanlagen, Staatsausgaben sowie die Handelsbilanz des jeweiligen Landes genau unter die Lupe genommen werden.

Auswirkungen des BIP

Die Faktoren, welche das BIP repräsentiert, nämlich wirtschaftliche Produktion und Wirtschaftswachstum, wirken sich letztlich auf jeden einzelnen von uns aus. So bringt eine stabile Wirtschaftslage in aller Regel auch eine geringe Arbeitslosenquote und steigende Löhne mit sich.

Eine wesentliche Veränderung des BIP hat darüber hinaus auch immer einen spürbaren Einfluss auf den Aktienmarkt. Schließlich bedeutet eine schlechte wirtschaftliche Lage geringere Erträge für Unternehmen, die sich im Endeffekt wiederum in niedrigeren Aktienpreisen zeigen. Viele Anleger machen sich folglich immer wieder große Sorgen um ein negatives Wirtschaftswachstum. Ein guter Grund also für die Wirtschaftsexperten, mit Hilfe des Bruttoinlandsprodukts auszumachen, ob eine Wirtschaft in der Krise steckt.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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