Was ist der „Greenspan-Put“?

Alan Greenspan war von 1987 bis 2006 Vorsitzender der US-Notenbank. Seine Politik kreierte den Begriff „Greenspan-Put“. (Foto: cybrain / Shutterstock.com)

Nach nur 5 Monaten Amtszeit als Vorsitzender der US-Notenbank (engl. „Federal Reserve“ bzw. Fed), stand Alan Greenspan seine erste Krise bevor – der Börsencrash im Oktober 1987.

Infolgedessen senkte Greenspan den Tagesgeldsatz um 50 Basispunkte.

Durch diese Aktion, die zum Markenzeichen seiner Amtszeit werden sollte, sorgte er wieder für Ordnung auf dem Aktienmarkt und gab den Investoren die Sicherheit, dass die Fed in Krisenzeiten entschlossen agieren würde.

Allerdings wurde der Begriff „Greenspan-Put“ erst ungefähr 10 Jahre später zum offiziell-wirtschaftlichen Terminus.

Greenspan war jeweils bereit, den Tagesgeldsatz innerhalb kritischer Zeiten zu senken.

Dazu zählen beispielsweise der Börsencrash 1987, aber auch die Rezession von 1990 – 1991, die asiatische Finanzkrise 1997, die Krise des Hedge Fonds „Long Term Capital Management“ (LTCM) 1998 und die Zeit nach den Anschlägen des 11. September 2001.

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Daher galt: So lange Greenspan Vorsitzender der Fed war, so lange würde die Geldmengenpolitik zur Hilfe kommen. Man setzte also auf Greenspan – daher der Begriff „Greenspan-Put“ (engl. „put“ = Verkaufsoption).

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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