Was ist der Unterschied zwischen dem gewichteten Durchschnitt ausgegebener Aktien und dem gewöhnlichen gewichteten Durchschnitt der Aktien?

Ausgegebene Aktien bezeichnen Wertpapiere, die momentan von Investoren gehalten werden, darunter auch Aktien von Privatleuten, und eingeschränkten Aktien, die von […] (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Ausgegebene Aktien bezeichnen Wertpapiere, die momentan von Investoren gehalten werden, darunter auch Aktien von Privatleuten, und eingeschränkten Aktien, die von Unternehmensmitgliedern und Insidern gehalten werden.

Die Zahl dieser ausgebenen Aktien kann sich durch verschiedene Ereignisse ändern. Beispielsweise kann ein Unternehmen neue Aktien ausgeben, bereits bestehende Aktien zurückkaufen und Mitarbeiter in Aktien auszahlen.

Der gewichtete Durchschnitt ausgegebener Aktien wird berechnet, indem all diese Änderungen für einen festgelegten Zeitraum berücksichtigt werden. Hierzu wird die Anzahl der ausgegebenen Aktien mit dem Prozentsatz des Zeitraums multipliziert, in dem diese Anzahl zutrifft. Anders gesagt: die Formel berechnet die ausgegebenen Aktien eines jeden Monats und gewichtet diese gemessen an der Anzahl der Monate, in denen diese Anzahl von Aktien ausgegeben war.

Der gewichtete Durchschnitt ausgegebener Aktien wird genutzt, um wichtige Finanzberechnungen wie den Gewinn pro Aktie zu berechnen. Ein gewöhnliches Ergebnis je Aktie (EPS = Earnings Per Share) wird beispielsweise folgendermaßen berechnet:

EPS = (Jahresüberschuss – Vorzugsdividenden)/Gewichteter Durchschnitt der ausstehenden Aktien

Der gewöhnliche gewichtete Durchschnitt der Aktien repräsentiert hingegen nur die oben-genannte Anzahl ausgegebener Aktien, und zieht die Verdünnung innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht in Betracht. „Gewöhnlich“ steht hier demnach also für „unverdünnt“. Diese Verdünnung tritt ein, wenn ein Unternehmen weitere Aktien ausgibt, die den Anteil eines einzelnen Aktionärs verringern.

Unternehmen mit einfachen Finanzstrukturen müssen nur das unverdünnte Ergebnis je Aktie angeben. Besitzt ein Unternehmen jedoch komplexere Strukturen, müssen sowohl unverdünnte als auch verdünnte Ergebnisse angegeben werden.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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