Was ist der Unterschied zwischen „Investoren“ und „Händlern“?

Investments und Handel sind zwei verschiedene Methoden, mit denen Sie an den Finanzmärkten Profit erwirtschaften können. Das Ziel von Investments […] (Foto: cybrain / Shutterstock.com)

Investments und Handel sind zwei verschiedene Methoden, mit denen Sie an den Finanzmärkten Profit erwirtschaften können. Das Ziel von Investments ist es, über einen bestimmten Zeitraum hinweg konstant Reichtum durch den Kauf und den Unterhalt eines Protfolios aus Aktien, Investmentfonds, Bonds oder anderen Finanzinstrumenten zu erwirtschaften.

Investoren bauen diese Gewinne oft durch Maßnahmen wie Aufzinsungen oder die Reinvestition von Profiten in weitere Aktien aus. Investments werden meist über einen längeren Zeitraum gehalten – der in Einzelfällen sogar Jahrzehnte betragen kann. Während dieser Zeit profitieren Investoren von diversen Auszahlungen in Form von Zinsen, Dividenden oder Aktiensplits.

Während sich die Finanzmärkte von Zeit zu Zeit unumgänglich in schwierigere Zeiten bewegen, sitzen Investoren diese negativen Phasen aus – in der Erwartung auf erneut steigende Preise und den damit verbundenen Ausgleich möglicher Verluste. Händler legen stattdessen deutlich höheren Wert auf die Grundlagen der Märkte wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Der Handel umschließt auf der anderen Seite den durchgehenden Kauf und Verkauf von Aktien, Rohstoffen, Devisenpaaren oder anderen Instrumenten. Das Ziel ist eine deutlich höhere Gewinnspanne als beim reinen Buy-and-Hold-Investment. Während Investoren schon mit einem jährlichen Profit von 10 bis 15 Prozent zufrieden sein können, sehnen sich Händler nach einem Plus von 10 Prozent – im Monat.

Der Gewinn der Händler wird durch den Kauf zu niedrigen Preisen und dem Verkauf zu höheren Preisen generiert. Bestenfalls sollte dies innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums geschehen. Doch auch das Gegenteil kann Gewinne bringen: Der Händler kann versuchen, zu einem möglichst hohen Preis als Termingeschäft zu verkaufen und die verkauften Papiere daraufhin möglichst günstig zu erwerben (dies nennt man „Leerverkäufe“). Damit kann er von fallenden Märkten profitieren.

Während Buy-And-Hold-Investoren Schwächephasen der Finanzmärkte aussitzen, müssen Händler schnell auf Kursänderungen reagieren. Hierzu nutzen sie Routinen wie Stopp-Loss-Befehle, um ihre Wertpapiere automatisiert bei einer Untergrenze zu verkaufen. Händler nutzen oftmals technische Analyseprogramme, um das gewinnträchtigste Finanzinstrument zu finden.

Händler teilen sich in vier Unterkategorien auf, die sich am Zeitraum orientieren, in dem sie ihre Wertpapiere halten. Die Namen dieser Kategorien werden meist in englischer Sprache gehalten:

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Position Trader – hält seine Anlagen über Monate oder Jahre hinweg

Swing Trader – hält seine Anlagen mehrere Tage oder Wochen

Day Trader – hält seine Anlagen über einen Tag hinweg (und niemals über Nacht)

Scalp Trader – hält seine Anlagen nur für wenige Sekunden oder Minuten (und niemals über Nacht)

Händler bestimmen ihren Stil oftmals aufgrund verschiedener Faktoren: die Größe ihres Kontos, der mögliche Zeitaufwand, dem Level an Erfahrung und der eigenen Risikobereitschaft und Persönlichkeit des Händlers.

Zusammengefasst suchen sowohl Investoren als auch Händler den Gewinn an den Finanzmärkten. Während Investoren jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg nach großen Gewinnen streben, setzen Händler auf den kurzfristigen konstanten Profit durch den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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