Was ist der Unterschied zwischen iShares, VIPERs und Spiders?

ETFs („exchange-traded funds“) gruppieren sich in iShares, VIPERs und Spiders, mit jeweils unterschiedlich abgedeckten Indizes und Sektoren. (Foto: Imilian / Shutterstock.com)

iShares, VIPERs und Spiders repräsentieren alle verschiedene Arten von börsennotierten Indexfonds (engl. „exchange-traded funds bzw. ETFs).

Oder in anderen Worten: Jedes individuelle Unternehmen bietet verschiedene Sorten von ETFs einer Produktlinie an.

Da die einzelnen ETF-Gruppen durch verschiede Unternehmen konzipiert und betrieben werden, gibt es Unterschiede bezüglich Aufbau, zugrunde liegenden Indizes und Sektoren.

Barclays Global Investors ist das Unternehmen hinter der iShares-Familie der ETFs. Es bietet ETFs an, die sich beispielsweise am Standard and Poor’s Index (S&P 500) und dem Morgan Stanley Capital International Japan Index (MSCIJI) orientieren.

Das Unternehmen bietet eine Bandbreite von mehr als 25 Fonds an, die sich wiederum sowohl an US- als auch an internationale Sektoren und Indizes halten.

Dabei ist Barclays nicht darauf beschränkt, nur mit Eigenkapital zu handeln. Somit verfügt das Unternehmen auch über ETFs, die den Rentenpapier-Markt abdecken. Ein ETF verfolgt sogar den Goldpreis.

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Vanguards „Vanguard Index Paricipation Receipts“ (VIPERs) sind den iShares sehr ähnlich, da auch sie viele verschiedene Sorten von ETFs anbieten, und dadurch jeweils verschiedene Indizes und Sektoren in 20 unterschiedlichen Fonds.

Im Gegensatz dazu unterscheiden sich Spiders (von „Standard and Poor’s Depositary Receipt“ bzw. SPDRs; heute der „SPDR S&P 500“) von iShares und VIPERs, indem sie bestimmte spezifische Areale des Finanzmarktes abdecken.

Dadurch wird es Investoren ermöglicht, in einen ETF zu investieren, der sich entweder am gesamten Markt oder aber an einem bestimmten Segment des Marktes orientiert.

Hauptsächlich unterscheiden sich also iShares, VIPERs und Spiders also anhand der Unternehmen in den jeweiligen ETFs, und der Indizes und/oder Sektoren, die sie abdecken.

Hält man sich zum Beispiel an den „Standard and Poor’s Index“ (S&P 500), der durch verschiedene ETFs angeboten wird, so sollte man sich bestimmte Attribute des Fonds ansehen.

Speziell der Kostensatz des Fonds ist entscheidend – je niedriger, desto besser. Ebenso sollte man überprüfen, wie gut der ETF den zugrunde liegenden Index verfolgt.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.