Was ist ein Daisy Chain?

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Ein „Daisy Chain“ ist ein Begriff, der genutzt wird, um eine Gruppe von Investoren zu beschreiben, die versuchen, durch bestimmte […] (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Ein „Daisy Chain“ ist ein Begriff, der genutzt wird, um eine Gruppe von Investoren zu beschreiben, die versuchen, durch bestimmte Manöver den Preis einer Aktie zu senken oder zu erhöhen, um sie mit Profit zu verkaufen oder besonders günstig zu erwerben.

Daisy Chaining beinhaltet zahlreiche Transaktionen, die eine Aktie deutlich aktiver erscheinen lassen, als sie in Wirklichkeit ist. Dies kann beispielsweise durch den Kauf von Sicherheiten zu niedrigen Preisen geschehen, die daraufhin durch verschiedene Broker zu immer höheren Preisen geschoben werden, um sie schlussendlich am Ende des Tages zu einem Höchstpreis erneut zu kaufen.

In einer klassischen Daisy Chain kauft Broker A zum Beispiel eine Aktie für 50€, verkauft sie für 55€ an Broker B, ein weiteres Mitglied der Daisy Chain. Broker B verkauft es dann an einen weiteren Broker der Kette weiter. Am Ende des Tages kauft Broker A die Aktie für 60€ zurück.

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Für einen Außenstehenden sieht es nun so aus, als biete die Aktie einen guten Profit – schließlich ist sie innerhalb eines Tages von 50€ auf 60€ gestiegen.

Investoren, die auf diesen Trick hereinfallen, kaufen die Aktie nun für 60€ von den Brokern, die den Profit für sich gutschreiben können.

Diese manipulierten Transaktionen bieten zwar die Chance auf schnelle Gewinne, verhindern jedoch den natürlichen Fluss von Sicherheiten und können daher für alle Beteiligten gefährlich werden.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.