Was ist eine „Hard-To-Borrow“-Liste?

Die englisch bezeichnete “Hard-To Borrow-List“ wird beim Leerverkauf von Wertpapieren genutzt. Broker nutzen diese Liste, um Wertpapiere anzuzeigen, die nicht […] (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Die englisch bezeichnete “Hard-To Borrow-List“ wird beim Leerverkauf von Wertpapieren genutzt.

Broker nutzen diese Liste, um Wertpapiere anzuzeigen, die nicht zum Leerverkauf zur Verfügung stehen. Im Gegensatz hierzu exisiert eine „Easy-To-Borrow“-Liste, die Wertpapiere anzeigt, bei denen Leerverkäufe möglich sind.

Wertpapiere, die nicht auf der „Hard-To-Borrow“-Liste auftauchen, werden üblicherweise automatisch der „Easy-To-Borrow“-Liste zugeordnet.

Ein Leerverkauf wird durchgeführt, indem sich ein Anleger Wertpapiere von einem Broker leiht, um diese weiter zu verkaufen. Im Nachhinein kauft der Händler diese Wertpapiere erneut – in der Hoffnung auf einen geringeren Preis – und gibt diese an den Broker zurück.

Leerverkäufe oder Short Sales sind eine Taktik, die auf Vorhersagen zu baldigen Kursverlusten setzt. Steht eine Aktie momentan bei 50€ und der Investor erwartet einen baldigen Kursabfall auf 40€, leiht er sich das Wertpapier von einem Broker und verkauft es zu 50€. Sobald der Preis auf 40€ gefallen ist, kauft er die Aktie erneut und gibt diese an den Broker zurück – behält jedoch die 10€ als Profit für sich.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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