Was ist Fishers Separationstheorem?

Laut Irving Fisher steht bei Firmeninvestitionen nicht der Eigentümer, sondern nur die Wertsteigerung des Unternehmens im Vordergrund. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Fishers Separationstheorem geht davon aus, dass es das Ziel einer jeden Firma ist, ihren Wert so weit wie möglich zu steigern – unabhängig von den Präferenzen des Firmeneigentümers.

Es ist nach dem amerikanischen Ökonom Irving Fisher benannt, der diese Idee zuerst äußerte.

Grundsätzlich kann das Theorem auf drei Schlüsselaussagen reduziert werden:

Erstens basieren die Investmententscheidungen der Firma nicht auf den Vorlieben des Firmeneigentümers.

Zweitens sind die Investmententscheidungen separat von den Finanzierungsentscheidungen der Firma zu betrachten.

Drittens hängen der Wert der Firmeninvestitionen und die verschiedenen Methoden, um die Investitionen zu finanzieren, nicht voneinander ab.

Somit ist die persönliche Einstellung des Firmeneigentümers für die Wahl der Investitionen nicht relevant. Lediglich das Ziel, den Wert des Unternehmens zu maximieren, steht im Vordergrund, wenn diese Entscheidungen getroffen werden.

Fisher folgert also in seinem Separationstheorem, dass der Wert eines Unternehmens nicht dadurch bestimmt wird, wie es finanziert wird oder wie viel Dividende die Eigentümer erhalten.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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