Was ist „Greenwashing“?

Der Begriff „Greenwashing“ wurde zum ersten Mal im Jahre 1986 durch den New Yorker Umweltaktivisten Jay Westerveld in einem Aufsatz […] (Foto: cybrain / Shutterstock.com)

Der Begriff „Greenwashing“ wurde zum ersten Mal im Jahre 1986 durch den New Yorker Umweltaktivisten Jay Westerveld in einem Aufsatz über die Hotel Industrie genutzt.

Der Begriff wird normalerweise benutzt, wenn ein Unternehmen viel mehr Geld ausgibt, um durch Marketingkampagnen ein grünes Image zu erhalten, als es in der Praxis für den Umweltschutz ausgibt. Im Grunde ist es also ein Begriff aus dem Bereich der Public Relations.

Mittel, die für Greenwashing benutzt werden, können beispielsweise Pressemitteilungen sein, die verschiedene Initiativen wie Umbenennungen von Produkten, eine Senkung des Energieverbrauchs und der Umweltverschmutzung oder andere Maßnahmen preisen. In der Realität kann der Engagement eines Unternehmen jedoch deutlich kleiner ausfallen.

Greenwashing kann auch beinhalten, dass Kunden durch Werbung, täuschende Produktnamen und falsche Angaben bewusst dazu geführt werden, ein Produkt wegen der guten Umweltverträglichkeit zu kaufen. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn das säurehaltige „Produkt X“ auf einmal in „Produkt X Natura“ umgenannt würde – die Inhaltsstoffe jedoch unangetastet blieben.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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