Was sind die großen Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten bei Fragen zur US-Wirtschaft?

Der Kampf der beiden großen US-amerikanischen Parteien vor jeder Wahl dreht sich zu großen Teilen um Wirtschaftsfragen. Generell gesehen gelten […] (Foto: Siriwat Sriphojaroen / Shutterstock.com)

Der Kampf der beiden großen US-amerikanischen Parteien vor jeder Wahl dreht sich zu großen Teilen um Wirtschaftsfragen.

Generell gesehen gelten die Republikaner dabei als lockerer im Umgang mit Unternehmen. Sie setzen auf ein limitiertes Eingreifen der Regierung bei Wirtschaftsfragen. Dies bedeutet eine freiere Gesetzgebung, beispielsweise bei Umwelt-, Gesundheits- oder Gewerkschaftsfragen.

Durch dieses Vorgehen sichern sich die Republikaner die Unterstützung vieler Geschäftsinhaber und Investoren. Die Arbeiterklasse stellt sich hingegen stärker auf die Seite der Demokraten.

Diese setzen auf schärfere Gesetze, die die Wirtschaft beeinflussen und den Profitgedanken der Unternehmen limitieren sollen. Dies bedeutet natürlich gleichzeitig höhere Kosten, die Demokraten durch Steuererhöhungen ausgleichen wollen. Sie gehen davon aus, dass Unternehmen ohne diese Regeln den Gewinngedanken in den Vordergrund stellen und das Wohlergehen ihrer Arbeitnehmer darunter leiden könnte.

Während wirtschaftlicher Schwächephasen versuchen die Demokraten daher, durch gezielte Ausgaben und Finanzspritzen vor allem private Unternehmen zu unterstützen. Diese sogenannte Fiskalpolitik soll Firmen durch die Schwächeperiode bringen. Außerdem könnten Sie soziale Programm wie Krankenversucherungen oder Arbeitslosenversicherungen einführen, um hilfsbedürftige Bürger zu unterstützen.

Die Republikaner würden in solchen Fällen hingegen auf eine möglichst geringe Intervention der Regierung setzen. Stattdessen würden Sie versuchen, den Geldfluss und somit das Ausgabeverhalten der Bürger zu verändern. Dies könnte beispielsweise durch geringere Zinssätze geschehen.

In der Realität sind diese Unterschiede jedoch bereits mehr oder weniger stark verschwommen

So schätze ich die Lage an der Wall Street ein„Die US-Börsen ließen sich gestern nicht lumpen und legten ebenfalls gut zu: Ist die Korrektur-Phase schon beendet? – Hier eine Analyse dazu: › mehr lesen

Selbst innerhalb der Parteien gibt es verschiedene Positionen bei der Wirtschaftspolitik. Ihr Parteihintergrund kann jedoch bei Zweifeln weiterhin ein Indikator für die Hintergründe ihre Pläne sein.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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