Was sind „Dogs of the Dow“?

Die „Dogs of the Dow“-Anlagestrategie hat es sich zum Ziel gemacht, Verlierer des DJIA zu unterstützen – und von ihnen zu profitieren. (Foto: dominic8 / Shutterstock.com)

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) listet 30 der signifikantesten Unternehmen der Welt auf.

Somit ist es strategisch sinnvoll, sich langfristig an diesem Index zu orientieren. Die 1972 entwickelte „Dogs of the Dow“-Anlagestrategie versucht in diesem Zusammenhang, den Gesamtindex sogar noch zu übertreffen.

Dabei wird ein Portfolio aus den zehn Firmen mit der höchsten Dividendenausschüttung zu Beginn des Jahres – anhand des DJIA – zusammengestellt und jährlich überprüft.

Die ausgewählten Firmen sind momentan weniger beliebt (und daher die günstigsten Aktien im DJIA), aber haben trotzdem nicht an Ansehen eingebüßt.

Daher hoffen die Anleger, dass sich der Marktwert an den tatsächlichen Wert der Unternehmen anpasst, indem der Kurs an Wert gewinnt.

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In diesem Fall verkaufen die Anleger am Ende des Jahres ihre „Dogs of the Dow“– übrigens ein Wortspiel aus Verlierer (engl. „underdog“) und dem DJIA – wieder. Parallel dazu werden neue günstige Aktien erworben.

Von 1957 bis 2003 entwickelten sich die „Dogs“ um 3 % besser als der DJIA – mit einer jährlichen Rücklaufquote von 14,3 % im Gegensatz zu 11 %. Zwischen 1973 und 1996 lag die Diskrepanz der Erträge sogar bei knapp 5 %.

Dennoch sollte man einen Grundsatz für fast jede Investmentstrategie beachten: Die historische Wertentwicklung garantiert keine zukünftigen Ergebnisse.

Zwar haben sich die „Dogs of the Dow“ in der Vergangenheit sehr gut entwickelt – doch es besteht keine Garantie, dass es dabei bleibt.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.