Weitere Milliarden an EU-Steuergeldern für die Ukraine

Die Ukraine steht mit dem Rücken zur Wand; nur keiner spricht (gerne) darüber.

Anfang 2017 rettete die Regierung unter Präsident Petro Poroschenko durch die Verstaatlichung der größten Bank, der PrivatBank, das ukrainische Finanzsystem.

Die Ukraine steht vor dem Abgrund

Das Land selbst ist nicht nur wirtschaftlich am Ende, sondern steht vor einer politischen Destabilisierung.

Es kann nur durch Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU überhaupt überleben.

Doch Anfang Februar 2017 kam ein neuer Ukraine-Bericht ans Licht – mit desaströsen Ergebnissen:

Verheerender Bericht über die Ukraine

Das Centre for European Policy Studies (CEPS) ist ein führender Brüsseler Think Tank, der maßgeblich von der EU finanziert wird.

Das CEPS legte nun einen Bericht über die Ukraine vor – und der hat es wahrlich in sich; kurz zusammengefasst:

Die ukrainische Regierung sei nicht interessiert Reformen wirklich umzusetzen.

Deshalb solle die EU ihre Kredite überdenken und sie nicht an jene vergeben, die sich als Europäer darstellen, in Wirklichkeit aber Wölfe im Schafspelz seien.

Vor allem die Korruption sei nicht einmal im Ansatz bekämpft worden.

Milliarden an EU-Steuergeldern für die Ukraine

Vernichtender kann die Beurteilung der Politik der ukrainischen Regierung nicht sein, v. a.:

Denken Sie nur einmal daran, wie viele Milliarden an EU-Steuergeldern bereits in die korrupte Ukraine geflossen sind – in Zahlen: seit 2014 2,2Mrd. € (von insgesamt 3,4 Mrd.).

Das sind die Versäumnisse der Poroschenko-Regierung

  • Auch 3 Jahre nach der sogenannten Euromaidan-Revolution (Stand: 2017) hat das Land die Korruption in der Justiz nicht wirksam bekämpft.
  • Wichtige Reformen zur Bekämpfung der Korruption wurden abgelehnt, verzögert oder manipuliert.
  • Ebenso wenig wurde die Parteien-Finanzierung reformiert.
  • Und auch die Regierungs-Funktionen wurden nicht dezentralisiert.
  • Der Zolldienst muss auch noch reformiert werden.
  • Eigentumsrechte sind nicht gesichert.
  • Staatseigene Unternehmen wurden nicht privatisiert.

Die Eliten machen sich die Taschen voll

Sie sehen also, wie die Elite des Landes auf die Vorgaben der Kreditgeber pfeift; greifbare Ergebnisse gibt es nicht.

Und hinsichtlich der Korruption:

Das europäische Steuergeld – und damit auch Ihres – versickert im ukrainischen Politiksumpf, macht die Oligarchen reicher und die Menschen auf der Straße ärmer.

Bravo, EU!

Wollen Sie es genau wissen? – Bitte schön:

In den letzten Jahren schaffte es die Ukraine im Korruptions-Wahrnehmungs-Index von Transparency International nur auf Platz 131 von 176 Staaten – armselig, nicht wahr?!

Kiew unter Druck

Da ändern auch ein paar kleine Erfolge im Anti-Korruptionskampf nichts – umfassende, systematische Veränderungen im Land: Pustekuchen!

Das alles führt dazu, dass die Vorbehalte gegen Kiew immer größer werden; langsam sogar von Seiten der Europäer – sieh an!

22. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Guido Grandt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt