Welche Renditeaussichten gibt es bei Investitionen in Öko-Unternehmen?

Ob ein Investment in ökologisch wirtschaftende Unternehmen rentabel ist, hängt von den aktuellen und künftigen Kosten des "going green" ab. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Um die Rentabilität eines Investments in nachhaltig beziehungsweise ökologisch wirtschaftende Unternehmen einschätzen zu können, sollte man zunächst zwischen diesen beiden Firmentypen unterscheiden:

Dies sind zum einen Betriebe, die nach Umweltrichtlinien wirtschaften und auf der anderen Seite solche aus der sogenannten „grünen Industrie“.

Unternehmen, die gemäß der vorgegebenen Richtlinien der Umweltpolitik wirtschaften, versuchen im Arbeitsprozess lediglich die dadurch entstehende Umweltbelastung zu reduzieren.

Die grüne Branche besteht dagegen aus Firmen, deren Produkte oder Dienstleistungen der Umwelt direkt zugutekommen.

Einige dieser Betriebe decken dabei den internen Bereich ab, während weitere wiederum anderen Industriezweigen oder auch Unternehmen aus anderen Nationen dabei helfen, umweltfreundlicher zu arbeiten.

Da das Umweltbewusstsein in unseren Kulturkreisen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen hat, ist auch die grüne Branche im Begriff beträchtlich anzuwachsen.

Die Kehrseite der Medaille sind jedoch die Auswirkungen, welche die Umweltpolitik auf die Aktien konventionell wirtschaftender Unternehmen hat.

Denn das allmähliche Wachstum und der damit verbundene Profit der Öko-Branche gehen letztlich auf Kosten von etablierten Betrieben.

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Auf den Öko-Zug aufzuspringen mag für viele Firmen und Branchen genau der richtige Schritt sein; allerdings nicht unbedingt der günstigste.

Sei es nun das edle Ziel, eine Fabrik umweltfreundlicher zu machen oder auf alternative Brennstoffe für die Zulieferfahrzeuge umzusteigen:

Die enormen Kosten, die ökologische Verantwortung mit sich bringt, können den Gewinn eines Unternehmens stark beeinflussen und nicht zuletzt das Wachstum der zugehörigen Aktie ausbremsen.

Aktien „grüner Unternehmen“ können also – ähnlich wie die anderer hoch angesehener Firmen – überteuert sein, was die Investition in nachhaltig wirtschaftende Betriebe zu einem kostspieligen Vergnügen macht.

Und so hängt die Möglichkeit, bei einer Investition in diese Branche eine konkurrenzfähige Rendite einzustreichen, letztendlich von der Profitabilität der jeweiligen Firma sowie vom Preis der entsprechenden Aktie ab.

Als Anleger sollten Sie daher stets die aktuellen und zukünftigen Kosten des „going green“ im Hinterkopf haben, wenn Sie in ein Unternehmen investieren möchten.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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