„Welcome to hell!“ und das G20-Gipfel-Desaster

Der G20-Gipfel 2017 in Hamburg hat gezeigt, dass der Staat seine Bürger in einigen Bereichen nicht mehr schützen kann. Dabei […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Der G20-Gipfel 2017 in Hamburg hat gezeigt, dass der Staat seine Bürger in einigen Bereichen nicht mehr schützen kann.

Dabei ging es den Chaoten, die eine Schneise der Verwüstung durch verschiedene Hamburger Stadtteile zogen, wohl nicht in 1. Linie um einen Protest gegen den Gipfel.

Nein, es ging dabei um blinde Zerstörungswut. Und die Politik reagierte überwiegend hilflos darauf.

Die massiven Ausschreitungen in der Hansestadt nahmen fast die gesamte Berichterstattung ein.

Kaum einer lieferte jedoch Hintergrund-Analysen, was die G20 sind und für was Sie stehen.

Kilometerweite Demonstrations-Verbotszone

Inzwischen wissen Sie, was G20 bedeutet, welche Macht die Gruppe der 20 hat und haben weitere relevante Infos zum 2017er-Gipfel in Deutschland erhalten.

So konnten Sie beispielsweise auch lesen, dass die Demonstrations-Verbotszone in Hamburg 38 Quadratkilometer umfasste.

Und Sie haben erfahren, dass etwa 20.000 Polizisten aus verschiedenen Bundesländern den Gipfel mit Wasserwerfern, gepanzerten Wagen und Räumfahrzeugen schützten.

Kapitalismus – Die Hölle auf Erden

Ein Mitorganisator des Widerstands gegen den G20-Gipfel formulierte das so:

„Die Welt der G20 – Kapitalismus und patriarchale Verhältnisse – bedeuten für Millionen von Menschen heute die Hölle auf Erden. Doch nicht nur die Warenströme & Märkte haben sich globalisiert, sondern auch unser Widerstand. Wir werden uns von der Gewalt und den Rechtsbrüchen der Polizei in Hamburg nicht einschüchtern lassen.“

Im dementsprechenden Aufruf hieß es:

„Wir werden da sein. Dort, wo die Rote Zone ist (gemeint war damit der Bereich rund um die Messehallen, das Rathaus und die Elbphilharmonie/GG). Wo wir nicht sein dürfen. Wo die Mächtigen sind. Der G20-Gipfel in Hamburg wird Geschichte schreiben. Es wird unsere Zeit sein. Wird es auch Deine werden? (…) In diesem Sinne: Meutern, Entern, Kapern. G20 über Bord!“

Gipfel-Ort Hamburg versank in Anarchie

 „Welcome to hell“: Vielleicht haben auch Sie noch die schrecklichen Bilder der Schneisen der Verwüstung vor Augen, die gewalttätige Demonstranten durch die Millionenstadt zogen.

Radikale Gruppen aus dem In- und Ausland stürzten den G20-Gipfel regelrecht ins Chaos.

Die Straftäter setzten Waffen u. Ä. ein wie:

  • Molotow-Cocktails,
  • Pflastersteine,
  • Steinschleudern,
  • Gasmasken,
  • Messer,
  • Feuerlöscher,
  • Pyrotechnik,
  • Laserpointer,
  • Baseballschläger,
  • Knüppel,
  • Böller,
  • Stahlkugeln
  • und Rauchbomben.

Man muss es so klar sagen: Das war Anarchie pur!

Mainstream-Medien hielten sich anfangs zurück

Sie werden es selbst gesehen, gehört und gelesen haben: Anfangs sprachen die Mainstream-Medien von „weitgehend friedlichen“ Protesten.

Doch in der Nacht vor dem Beginn des G20-Gipfels sowie am 1. Tag eskalierte die Situation dermaßen, dass auch die deutsche Presse nicht umhinkam darüber zu berichten:

  • Brennende Barrikaden und Autos,
  • zerstörte und ausgerissene Straßenschilder,
  • eingeschlagene Fensterscheiben,
  • Leuchtraketen-Beschüsse,
  • Straßenschlachten mit der Polizei,
  • hunderte verletzte Polizisten und Demonstranten,
  • eine evakuierte Kita,
  • etc.

Schlimmer geht es wohl kaum mehr… – Welch ein Wunder, dass es bei den massiven Ausschreitungen keine Toten gegeben hat!

Links-Terroristen und andere diskreditieren die friedlichen Demonstranten

  • Tausende Gipfel-Gegner,
  • nationale und internationale Aktivsten- und Extremisten-Gruppen unterschiedlicher Couleur
  • sowie Links-Terroristen des Schwarzen Blocks und der Antifa

diskreditierten mit den Ausschreitungen die vielen friedlichen Demonstranten. Denn tatsächlich gibt es viele Gründe gegen G20 zu demonstrieren – allerdings ohne Gewalt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizère warnte zuvor vor massiven Angriffen aus der linksextremen Szene.

Schwerste Straftaten seien von besonders radikalen Gruppen geplant, warnte auch Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer.

Bei den Gewaltbereiten handelte es sich um etwa 8.000 Personen.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.