Wie „demokratisch“ ist Demokratie?

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Weitläufig gilt die Demokratie als die beste verfügbare und für viele die einzig denkbare Staatsform, doch inzwischen kommen Zweifel daran […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Weitläufig gilt die Demokratie als die beste verfügbare und für viele die einzig denkbare Staatsform, doch inzwischen kommen Zweifel daran auf.

Denn gerade in der jüngeren Vergangenheit erliegen die Massen autoritären und populistischen Ideologen z. B. in den USA oder in Europa, aber auch hier in Deutschland.

Demokratie ist weltweit auf dem Rückzug

Ob in Russland, in der Türkei, in Ungarn oder Polen – Nationalismus und Autoritarismus gehen immer mehr Hand in Hand.

Oder schauen Sie nach Venezuela: Dort hat Hugo Chávez aus einer gelenkten Demokratie geradezu eine Diktatur gemacht.

Global gesehen, befindet sich die Demokratie sogar auf dem Rückzug.

Wichtige Fragen für ein unangreifbares und freies Leben

  • Deshalb stellt sich die Frage: Ist die Demokratie wirklich noch zeitgemäß?
  • Was ist das eigentlich?
  • Und was kommt danach?
  • Wie sehen Lösungen gegen Demokratie-Müdigkeit und Politik-Verdrossenheit aus?

All  das sind wichtige Fragen, die für ein unangreifbares und freies Leben von elementarer Bedeutung für Sie sind und die wir Ihnen in dieser Beitragsreihe beantworten werden.

Die Krux mit der Demokratie

Diejenigen gewinnen immer mehr die Wahlen, die behaupten, dass das Volk die Macht zurückwill.

Nicht die, die da oben sitzen; die Eliten fern ab der Realität – v. a. des sogenannten kleinen Mannes – sollen entscheiden, sondern diejenigen, die zu ihnen gehören; zum Volk.

Besonders in Ländern, in denen große Probleme herrschen – hinsichtlich der inneren und äußeren Sicherheit – sind Staatsführer (wie z. B. Putin) gefragt, die Ruhe, Ordnung und Versorgung garantieren.

Doch werfen wir zunächst einmal einen Blick auf den Begriff Demokratie an für sich:

Lange Historie der Demokratie

Der Begriff “Demokratie” leitet sich aus den griechischen Wörtern “demos” (Volk) und “kratia” (Herrschaft) ab. Wahrscheinlich kam der Begriff schon im 5. Jh. v. Chr. auf.

Schon im alten Rom und in Athen wurde die philosophisch-theoretische Basis für die Demokratie geschaffen – zumindest in Grundzügen.

Was Ihnen Politiker über die antike Demokratie verschweigen

Das zuvor Gesagte hören Sie auch immer wieder von Politikern, die gerne damit angeben. Aber dennoch verschweigen sie Ihnen das Wichtigste zu diesem Thema:

Das damalige Verständnis der Denker und Staatsmänner entsprach keinesfalls der heutigen Demokratie, sondern der Basis-, sprich: Direkt-Demokratie.

Doch genau diess ist es, was die heutigen Politiker ablehnen.

Demokratie als negative Staats- und Regierungsform

Noch schlimmer: Der griechische Philosoph Platon, ein Schüler des Sokrates, teilte die Staats- und Regierungsformen in folgende Kategorien ein:

Positive Staats- und Regierungsformen:

  1. Philosophenkönigtum
  2. Monarchie
  3. Aristokratie

Negative Staats- und Regierungsformen:

  1. Tyrannis
  2. Oligarchie
  3. Demokratie

Sie sehen, dass in der Antike die Demokratie einen negativen Touch hatte – und der hat sich bis heute in weiten Teilen der Bevölkerung weltweit gehalten.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.